International 2021.04.04

Es wird über eine Änderung der Zählweise abgestimmt

Es wird über eine Änderung der Zählweise abgestimmt
BWF-Präsident Poul-Erik Høyer [Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Die Versuche, im Badmintonsport eine neue Zählweise einzuführen, scheiterten in der Vergangenheit stets an den großen asiatischen Verbänden.
Doch nun scheint der Badminton-Weltverband (BWF) die asiatischen Verbände von einer Änderung der Zählweise überzeugt zu haben.

Bei der kommenden Generalversammlung (82nd BWF Annual General Meeting; AGM) der BWF wird über einen Vorschlag zur Änderung der Zählweise nach den Olympischen Spielen in Tokio abgestimmt. Der Vorschlag kommt von den Verbänden aus Indonesien und den Malediven und wird vom Kontinentalverband Badminton Asia unterstützt.

Überraschung: Vorschlag kommt aus Asien

Es soll künftig in allen Disziplinen nur noch bis 11 Punkte (bei drei Gewinnsätzen) gespielt werden. Das soll den Sport spannender, fernsehtauglicher machen und langfristig den Olympiastatus sichern. Für BWF-Päsident Poul-Erik Høyer sei '5x11' zudem deutlich intensiver und zuschauerfreundlicher.

Die AGM findet am 22. Mai virtuell statt. Auch der Präsident und Deputy-Präsident stehen zur Wahl. Poul-Erik Høyer kandidiert für eine dritte Amtszeit.

Bereits vor der Corona-Pandemie zeigte sich Høyer kämpferisch: "Ich habe vor zwei Jahren verloren, ja. Aber ich bin überzeugt, dass eine neue, kürzere Zählweise den Badmintonsport voranbringen wird. Deshalb halte ich daran fest und weiß natürlich, dass ich damit auch meinen Posten riskieren kann."

Zuletzt wurden die Vorschläge zur Änderung der Zählweise im Badmintonsport stets abgelehnt. Zuletzt 2018 mit 129 Ja-Stimmen und 123 Nein-Stimmen. Für die Einführung von "5x11" wären 168 Stimmen notwendig gewesen. Auch im Jahr 2014 erhielt ein entsprechender Vorschlag nicht die nötige Mehrheit.





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