Kolumne 2026.08.16

Die globale Badminton-Dominanz: Asien vs. Dänemark

Die globale Badminton-Dominanz: Asien vs. Dänemark
[Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Auch wenn Sie nur gelegentlich große Badmintonturniere mitverfolgen, fällt Ihnen irgendwann schon auf, wie oft dieselben Länder aus Asien ganz vorne auftauchen.
Und schauen Sie sich die Ergebnisse sowie mitunter auch die aktuellen Top Promo Codes in Deutschland an, landen Sie auf eine europäische Ausnahme. Denn Dänemark hält seit Jahrzehnten mit, und das, obwohl die Voraussetzungen ganz andere sind als etwa in China, Japan, Südkorea, Indonesien oder Malaysia sind.

Was Badminton in Asien so stark macht

Der dänische Verband hat schon in seiner Elitestrategie auf die Dichte der Konkurrenz hingewiesen. Neben China und Indonesien tauchen mittlerweile auch andere Nationen regelmäßig vorne auf. Japan reiht sich darunter, genauso wie Indien, Thailand oder Taiwan.

Es gibt dort viel mehr aktive Spieler, entsprechend große Trainingsstrukturen, und Badminton gehört einfach stärker zum Sportalltag. Damit kommen natürlich auch deutlich mehr Spieler überhaupt in die Nähe des Spitzensports.

Bei der WM 2025 in Paris etwa holte Shi Yuqi aus China den Titel im Herreneinzel, Akane Yamaguchi aus Japan gewann bei den Frauen. Die anderen drei Weltmeistertitel gingen an Malaysia, Südkorea und China, und so sprang für Europa bei den fünf Wettbewerben kein Titel heraus.

Typische Stärke im Weltbadminton

China -> Große Kadertiefe und das in fast allen Disziplinen
Japan -> Besonders stark im Einzel und Doppel
Südkorea -> Traditionell hohe Qualität im Doppel
Indonesien/Malaysia -> Große Badminton-Tradition und starke Doppel
Dänemark -> Europas konstanteste Spitzennation

Warum Dänemark der europäische Sonderfall ist

Dänemark hat weder Chinas Bevölkerung noch logischerweise einen annähernd vergleichbaren Talentpool, und bringt trotzdem seit Jahrzehnten Akteure bis ganz nach vorne. Morten Frost und Peter Gade machten den Anfang, später kamen Viktor Axelsen sowie Anders Antonsen. Die dänischen Meisterschaften finden seit der Saison 1930/31, also seit fast einem Jahrhundert, statt.

Axelsen ist das Paradebeispiel schlechthin, gewann er doch olympisches Gold in Tokio 2020 und dann bei Paris 2024. Und bis im Juni 2024 stand er über 130 Wochen an der Spitze der Weltrangliste. Die Dänen haben diese Erfolge unter anderem den nationalen Trainingszentren und der herausragenden Nachwuchsarbeit zu verdanken.

Deshalb vergrößert sich der Abstand

Vor allem im Doppel ist Dänemarks Rückstand aber nicht zu übersehen, weist doch mindestens eine Handvoll asiatischer Länder mehrere starke Paarungen auf. Und zum Herreneinzel sagte Anders Antonsen 2025, dass die Konkurrenz dort deutlich härter geworden sei. Damals war er der einzige Däne unter den besten zehn Spielern der Welt.

Das untermauert umso mehr die starken Leistungen von Axelsen bei den Olympischen Spielen in Tokio, sowie in Paris. Nicht zuletzt auch deswegen, weil er sich auch bei der top Konkurrenz aus Japan durchsetzte.

Beim Thomas und Uber Cup 2026 in Horsens etwa gewannen asiatische Teams sowohl bei den Männern mit China als auch bei den Frauen mit Südkorea das Endspiel. Das ändert jedoch nichts daran, dass für Deutschland ist der dänische Weg wahrscheinlich interessanter als ein direkter Vergleich mit China und den anderen asiatischen Ländern ist.

Immerhin zeigt der Nachbar, dass ein europäisches Land keinen riesigen Spielerpool braucht, um dauerhaft international mitzumischen. Ein wichtiger Punkt ist aber, wie lange die Spieler vom Verband begleitet werden und wie viel offenbar über die vorhandenen Trainings- und Nachwuchsstrukturen läuft.


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