Stars 2026.09.04
Fast 50 Jahre Weltmeister im Herreneinzel, aber nur zwei Marken

Viktor Axelsen wurde 2022 mit dem ASTROX 100 ZZ von Weltmarktführer YONEX zum zweiten Mal Weltmeister [Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Ein Weltmeistertitel im Herreneinzel ist die wohl der härteste Prüfung des Badmintonsports. Seit 1977 wird um den offiziellen WM-Titel gekämpft. In fast fünf Jahrzehnten haben sich Spielsysteme, Athletik und Rackettechnologie radikal verändert. Eine Konstante ist dabei besonders auffällig: die Marke YONEX.
Doch bei einem Blick auf die Weltmeister im Herreneinzel fällt eine erstaunliche Konstante auf:
Seit 1977 haben weltweit gerade einmal zwei Schläger-Marken einen Weltmeister im Herreneinzel gestellt: YONEX und Li-Ning.
Mehr als 45 Jahre Weltmeisterschaft, zahlreiche Generationen von Spielern und unzählige Racket-Modelle, aber nur zwei Marken haben es bis ganz nach oben geschafft.
Und eine davon zieht sich wie ein roter Faden durch nahezu die gesamte Geschichte: YONEX.
Der Anfang mit Rudy Hartono
Die Geschichte von Yonex im Weltklasse-Badminton beginnt sogar noch vor der ersten Weltmeisterschaft.
1973 begann die Zusammenarbeit mit der indonesischen Legende Rudy Hartono. Hartono gehörte zu den größten Spielern seiner Generation und wurde 1980 Weltmeister. Zu dieser Zeit befand sich auch die Racket-Technologie mitten in einem gewaltigen Umbruch. YONEX entwickelte neue Carbon-Rackets, später folgten die berühmte Isometric-Kopfform und zahlreiche weitere Innovationen.
Der Weltmeister von 1980 war damit Teil einer Entwicklung, die den Badmintonschläger nachhaltig verändern sollte.
Yang Yang und Zhao Jianhua
In den 1980er Jahren setzte sich YONEX als dominante Marke im internationalen Spitzensport weiter fest.
Der Chinese Yang Yang wurde 1987 und 1989 Weltmeister. Er gehörte zu jener Generation chinesischer Stars, die den internationalen Badminton nachhaltig prägten. Sein Name wurde eng mit den auffälligen YONEX-Widebody-Rackets dieser Zeit verbunden.
1991 folgte Zhao Jianhua. Damit standen innerhalb weniger Jahre gleich mehrere chinesische Weltmeister an der Spitze, die mit YONEX verbunden waren.
Es war die Zeit, in der sich Badminton vom klassischen Racket immer stärker in Richtung moderner Carbon-Technologie bewegte. Und YONEX war mittendrin.
Von Carbonex zu Armortec
In den 1990er und frühen 2000er Jahren wurde die Entwicklung immer schneller. Carbon-Konstruktionen wurden ausgefeilter, Rackets konnten leichter gebaut werden und gleichzeitig mehr Stabilität und Schlaghärte bieten.
Mit Serien wie Carbonex und Armortec entwickelte YONEX Rackets für immer spezifischere Spielstile.
Einer der großen Stars dieser Ära war Lin Dan. Als der Chinese 2006 seinen ersten Weltmeistertitel gewann, spielte er den YONEX Armortec 700. Ein Jahr später verteidigte er seinen Titel erneut.
Der Armortec 700 wurde damit zu einem der berühmtesten Weltmeister-Rackets seiner Generation.
Doch ausgerechnet Lin Dan sollte wenig später dafür sorgen, dass YONEX seine nahezu selbstverständliche Stellung an der Spitze erstmals verlor.
Lin Dan und die Geburt der Li-Ning-Ära
2009 wechselte Lin Dan zu Li-Ning. Der Wechsel war ein Einschnitt. Lin Dan gewann 2009, 2011 und 2013 weitere Weltmeistertitel und holte damit insgesamt fünf WM-Titel. Seine Racket-Ära bei Li-Ning war eng mit dem N90 verbunden.
Auch Chen Jin gewann 2010 den Weltmeistertitel mit Li-Ning, sein Racket war der N55. 2014 und 2015 folgte Chen Long, ebenfalls für Li-Ning.
Damit hatte sich Li-Ning als einzige Marke neben YONEX etabliert, die überhaupt einen Weltmeister im Herreneinzel hervorbringen konnte. Und genau hier liegt die vielleicht erstaunlichste Statistik der gesamten Geschichte.
Nur zwei Marken
Seit 1977 haben es lediglich YONEX und Li-Ning geschafft, einen Weltmeister im Herreneinzel zu stellen. Keine dritte Marke ist hinzugekommen.
Li-Ning dominierte dabei vor allem die große chinesische Ära zwischen 2009 und 2015. YONEX dagegen war bereits in den frühen Jahren präsent, blieb über Jahrzehnte ein zentraler Bestandteil des Spitzensports und kehrte anschließend mit neuer Kraft an die Spitze zurück.
Die Bilanz ist deshalb mehr als nur eine interessante Zahl. Sie zeigt, wie außergewöhnlich konstant YONEX im professionellen Badminton geblieben ist.
Axelsen und der Duora Z-Strike
2017 begann ein neues Kapitel. Viktor Axelsen gewann in Glasgow seinen ersten Weltmeistertitel. In seiner Hand: das YONEX Duora Z-Strike.
Das Modell war erst wenige Monate zuvor erschienen. Axelsen verkörperte genau jene neue Generation von Spielern, für die YONEX seine Rackets immer präziser entwickelte: groß, athletisch, offensiv und mit enormer Schlaghärte.
Der Däne sollte in den folgenden Jahren zu einem der wichtigsten YONEX-Stars überhaupt werden.
Momota und der Astrox 99
2018 übernahm Kento Momota die Bühne. Der Japaner gewann in Nanjing seinen ersten Weltmeistertitel. Gleichzeitig begann eine der bekanntesten Spieler-Racket-Kombinationen der modernen Badminton-Geschichte. Momota spielte den neuen YONEX Astrox 99.
Das Racket war auf maximale Power ausgelegt und passte perfekt zu Momotas außergewöhnlichem Spiel. Der Japaner verband präzise Platzierung, unglaubliche Kontrolle und aggressives Angriffsspiel auf eine Weise, die ihn über Jahre zu einem der besten Spieler der Welt machte.
2019 verteidigte Momota seinen Weltmeistertitel. Wieder mit dem Astrox 99.
Loh Kean Yew sorgt für die zweite Ausnahme
2021 wurde die YONEX-Serie kurz unterbrochen. Der Singapurer Loh Kean Yew gewann sensationell den Weltmeistertitel und spielte dabei den Li-Ning Turbo Charging 75C.
Es war der nächste und bis heute letzte Li-Ning-Weltmeister im Herreneinzel. Schon 2022 kehrte der Titel zu YONEX zurück.
Axelsen und der Astrox 100 ZZ
Viktor Axelsen gewann 2022 seinen zweiten Weltmeistertitel. Diesmal mit dem YONEX Astrox 100 ZZ.
Das 2020 eingeführte Racket wurde zu einem Sinnbild für die moderne Power-Generation. Ein kompakter Kopf, ein extrem steifer Schaft und eine konsequente Ausrichtung auf Angriff und Schlaghärte passen zu Axelsens Spiel wie kaum ein anderes Modell.
Axelsen war damit erneut Weltmeister und YONEX erneut die Nummer eins.
Die neue Generation von YONEX
2023 gewann Kunlavut Vitidsarn seinen ersten Weltmeistertitel. Der Thailänder spielte ein Racket aus der Astrox-Familie, den Astrox 88 D Pro.
2025 folgte Shi Yuqi. Der Chinese holte seinen ersten WM-Titel und steht ebenfalls für Yonex. Sein Racket ist der Astrox 100 ZZ.
2026 schließlich schrieb Alex Lanier Geschichte. Der Franzose wurde in New Delhi als erster Franzose überhaupt Weltmeister im Herreneinzel. Lanier spielt den YONEX Astrox 99 Pro. Damit setzte sich eine bemerkenswerte Serie fort.
Vom Armortec zum Astrox
Betrachtet man die Rackets der vergangenen Jahrzehnte, lässt sich die technologische Entwicklung des Badmintonsports beinahe anhand der Weltmeister erzählen.
Armortec 700.
Duora Z-Strike.
Astrox 99.
Astrox 100 ZZ.
Astrox 99 Pro.
Jedes dieser Rackets steht für eine andere Generation von Technologie und Spielauffassung. Der klassische Racketbau ist längst Vergangenheit. Moderne Schläger werden bis ins kleinste Detail auf Balance, Schaftsteifigkeit, Rahmenform und Energieübertragung abgestimmt.
Und trotzdem bleibt eine Gemeinsamkeit bestehen: Die besten Spieler suchen nicht einfach das technisch fortschrittlichste Racket. Sie suchen das Racket, das zu ihrem Spiel passt.
Genau hier liegt eine der großen Stärken von YONEX.
Von Rudy Hartono über Yang Yang und Zhao Jianhua bis zu Lin Dan, Viktor Axelsen, Kento Momota, Kunlavut Vitidsarn, Shi Yuqi und Alex Lanier reicht die Geschichte der YONEX-Weltmeister.
Dazwischen gab es die große Li-Ning-Ära mit Lin Dan, Chen Jin, Chen Long und Loh Kean Yew.
Doch keine andere Marke hat die Weltmeisterschaft über einen so langen Zeitraum begleitet. Seit fast 50 Jahren gibt es im Herreneinzel nur zwei Weltmeister-Marken: YONEX und Li-Ning.
Li-Ning hat mit seinen Champions ein eigenes Kapitel in der Geschichte geschrieben. YONEX aber ist der große rote Faden.
Seit 1977 haben weltweit gerade einmal zwei Schläger-Marken einen Weltmeister im Herreneinzel gestellt: YONEX und Li-Ning.
Mehr als 45 Jahre Weltmeisterschaft, zahlreiche Generationen von Spielern und unzählige Racket-Modelle, aber nur zwei Marken haben es bis ganz nach oben geschafft.
Und eine davon zieht sich wie ein roter Faden durch nahezu die gesamte Geschichte: YONEX.
Der Anfang mit Rudy Hartono
Die Geschichte von Yonex im Weltklasse-Badminton beginnt sogar noch vor der ersten Weltmeisterschaft.
1973 begann die Zusammenarbeit mit der indonesischen Legende Rudy Hartono. Hartono gehörte zu den größten Spielern seiner Generation und wurde 1980 Weltmeister. Zu dieser Zeit befand sich auch die Racket-Technologie mitten in einem gewaltigen Umbruch. YONEX entwickelte neue Carbon-Rackets, später folgten die berühmte Isometric-Kopfform und zahlreiche weitere Innovationen.
Der Weltmeister von 1980 war damit Teil einer Entwicklung, die den Badmintonschläger nachhaltig verändern sollte.
Yang Yang und Zhao Jianhua
In den 1980er Jahren setzte sich YONEX als dominante Marke im internationalen Spitzensport weiter fest.
Der Chinese Yang Yang wurde 1987 und 1989 Weltmeister. Er gehörte zu jener Generation chinesischer Stars, die den internationalen Badminton nachhaltig prägten. Sein Name wurde eng mit den auffälligen YONEX-Widebody-Rackets dieser Zeit verbunden.
1991 folgte Zhao Jianhua. Damit standen innerhalb weniger Jahre gleich mehrere chinesische Weltmeister an der Spitze, die mit YONEX verbunden waren.
Es war die Zeit, in der sich Badminton vom klassischen Racket immer stärker in Richtung moderner Carbon-Technologie bewegte. Und YONEX war mittendrin.
Von Carbonex zu Armortec
In den 1990er und frühen 2000er Jahren wurde die Entwicklung immer schneller. Carbon-Konstruktionen wurden ausgefeilter, Rackets konnten leichter gebaut werden und gleichzeitig mehr Stabilität und Schlaghärte bieten.
Mit Serien wie Carbonex und Armortec entwickelte YONEX Rackets für immer spezifischere Spielstile.
Einer der großen Stars dieser Ära war Lin Dan. Als der Chinese 2006 seinen ersten Weltmeistertitel gewann, spielte er den YONEX Armortec 700. Ein Jahr später verteidigte er seinen Titel erneut.
Der Armortec 700 wurde damit zu einem der berühmtesten Weltmeister-Rackets seiner Generation.
Doch ausgerechnet Lin Dan sollte wenig später dafür sorgen, dass YONEX seine nahezu selbstverständliche Stellung an der Spitze erstmals verlor.
Lin Dan und die Geburt der Li-Ning-Ära
2009 wechselte Lin Dan zu Li-Ning. Der Wechsel war ein Einschnitt. Lin Dan gewann 2009, 2011 und 2013 weitere Weltmeistertitel und holte damit insgesamt fünf WM-Titel. Seine Racket-Ära bei Li-Ning war eng mit dem N90 verbunden.
Auch Chen Jin gewann 2010 den Weltmeistertitel mit Li-Ning, sein Racket war der N55. 2014 und 2015 folgte Chen Long, ebenfalls für Li-Ning.
Damit hatte sich Li-Ning als einzige Marke neben YONEX etabliert, die überhaupt einen Weltmeister im Herreneinzel hervorbringen konnte. Und genau hier liegt die vielleicht erstaunlichste Statistik der gesamten Geschichte.
Nur zwei Marken
Seit 1977 haben es lediglich YONEX und Li-Ning geschafft, einen Weltmeister im Herreneinzel zu stellen. Keine dritte Marke ist hinzugekommen.
Li-Ning dominierte dabei vor allem die große chinesische Ära zwischen 2009 und 2015. YONEX dagegen war bereits in den frühen Jahren präsent, blieb über Jahrzehnte ein zentraler Bestandteil des Spitzensports und kehrte anschließend mit neuer Kraft an die Spitze zurück.
Die Bilanz ist deshalb mehr als nur eine interessante Zahl. Sie zeigt, wie außergewöhnlich konstant YONEX im professionellen Badminton geblieben ist.
Axelsen und der Duora Z-Strike
2017 begann ein neues Kapitel. Viktor Axelsen gewann in Glasgow seinen ersten Weltmeistertitel. In seiner Hand: das YONEX Duora Z-Strike.
Das Modell war erst wenige Monate zuvor erschienen. Axelsen verkörperte genau jene neue Generation von Spielern, für die YONEX seine Rackets immer präziser entwickelte: groß, athletisch, offensiv und mit enormer Schlaghärte.
Der Däne sollte in den folgenden Jahren zu einem der wichtigsten YONEX-Stars überhaupt werden.
Momota und der Astrox 99
2018 übernahm Kento Momota die Bühne. Der Japaner gewann in Nanjing seinen ersten Weltmeistertitel. Gleichzeitig begann eine der bekanntesten Spieler-Racket-Kombinationen der modernen Badminton-Geschichte. Momota spielte den neuen YONEX Astrox 99.
Das Racket war auf maximale Power ausgelegt und passte perfekt zu Momotas außergewöhnlichem Spiel. Der Japaner verband präzise Platzierung, unglaubliche Kontrolle und aggressives Angriffsspiel auf eine Weise, die ihn über Jahre zu einem der besten Spieler der Welt machte.
2019 verteidigte Momota seinen Weltmeistertitel. Wieder mit dem Astrox 99.
Loh Kean Yew sorgt für die zweite Ausnahme
2021 wurde die YONEX-Serie kurz unterbrochen. Der Singapurer Loh Kean Yew gewann sensationell den Weltmeistertitel und spielte dabei den Li-Ning Turbo Charging 75C.
Es war der nächste und bis heute letzte Li-Ning-Weltmeister im Herreneinzel. Schon 2022 kehrte der Titel zu YONEX zurück.
Axelsen und der Astrox 100 ZZ
Viktor Axelsen gewann 2022 seinen zweiten Weltmeistertitel. Diesmal mit dem YONEX Astrox 100 ZZ.
Das 2020 eingeführte Racket wurde zu einem Sinnbild für die moderne Power-Generation. Ein kompakter Kopf, ein extrem steifer Schaft und eine konsequente Ausrichtung auf Angriff und Schlaghärte passen zu Axelsens Spiel wie kaum ein anderes Modell.
Axelsen war damit erneut Weltmeister und YONEX erneut die Nummer eins.
Die neue Generation von YONEX
2023 gewann Kunlavut Vitidsarn seinen ersten Weltmeistertitel. Der Thailänder spielte ein Racket aus der Astrox-Familie, den Astrox 88 D Pro.
2025 folgte Shi Yuqi. Der Chinese holte seinen ersten WM-Titel und steht ebenfalls für Yonex. Sein Racket ist der Astrox 100 ZZ.
2026 schließlich schrieb Alex Lanier Geschichte. Der Franzose wurde in New Delhi als erster Franzose überhaupt Weltmeister im Herreneinzel. Lanier spielt den YONEX Astrox 99 Pro. Damit setzte sich eine bemerkenswerte Serie fort.
Vom Armortec zum Astrox
Betrachtet man die Rackets der vergangenen Jahrzehnte, lässt sich die technologische Entwicklung des Badmintonsports beinahe anhand der Weltmeister erzählen.
Armortec 700.
Duora Z-Strike.
Astrox 99.
Astrox 100 ZZ.
Astrox 99 Pro.
Jedes dieser Rackets steht für eine andere Generation von Technologie und Spielauffassung. Der klassische Racketbau ist längst Vergangenheit. Moderne Schläger werden bis ins kleinste Detail auf Balance, Schaftsteifigkeit, Rahmenform und Energieübertragung abgestimmt.
Und trotzdem bleibt eine Gemeinsamkeit bestehen: Die besten Spieler suchen nicht einfach das technisch fortschrittlichste Racket. Sie suchen das Racket, das zu ihrem Spiel passt.
Genau hier liegt eine der großen Stärken von YONEX.
Von Rudy Hartono über Yang Yang und Zhao Jianhua bis zu Lin Dan, Viktor Axelsen, Kento Momota, Kunlavut Vitidsarn, Shi Yuqi und Alex Lanier reicht die Geschichte der YONEX-Weltmeister.
Dazwischen gab es die große Li-Ning-Ära mit Lin Dan, Chen Jin, Chen Long und Loh Kean Yew.
Doch keine andere Marke hat die Weltmeisterschaft über einen so langen Zeitraum begleitet. Seit fast 50 Jahren gibt es im Herreneinzel nur zwei Weltmeister-Marken: YONEX und Li-Ning.
Li-Ning hat mit seinen Champions ein eigenes Kapitel in der Geschichte geschrieben. YONEX aber ist der große rote Faden.



