International 2025.11.24

Peter Gade für mehr Individualität im Badminton

Peter Gade für mehr Individualität im Badminton
„Fitness ist notwendig, aber wir brauchen auch mehr Spieler mit einzigartigen Persönlichkeiten", sagt Peter Gade. [Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Peter Gade, einst einer der prägenden Spieler über einen Zeitraum von fast 20 Jahren, meldet sich mit klaren Vorstellungen zur Zukunft des Badmintonsports zurück.
Bei seinem Besuch in Indien sprach der Däne über aktuelle Entwicklungen und über die Erweiterung des Projekts The Legends’ Vision, das er vor zehn Jahren mit seinem langjährigen Ausrüster YONEX mitbegründete.

Das Programm, das sich der weltweiten Förderung des Badmintonsports widmet, kehrt nach achtjähriger Pause mit der Legacy Tour nach Indien zurück. Neu an Bord sind erstmals zwei international bekannte Spielerinnen: Saina Nehwal und Carolina Marin. „Wir glauben, dass dies der richtige Zeitpunkt ist, es zu erweitern, die zweite Phase dieser Vision“, sagte Gade laut der Tageszeitung "The Hindu".

Indien spiele dabei eine zentrale Rolle. Das Land entwickle sich zu einem wichtigen Standort im Badminton und bringe kontinuierlich neue Talente hervor. „Es ist ein Privileg, mit Saina Nehwal hier etwas Bedeutungsvolles aufzubauen“, erklärte Gade gegenüber "The Hindu" am Rande der Vorstellung eines weiteren Projekts.

Mit "A Racquet’s Second Life" wurde eine Initiative gestartet, die Menschen dazu aufruft, gebrauchte Schläger zu spenden, um Kindern und Jugendlichen aus weniger privilegierten Verhältnissen den Zugang zum Sport zu erleichtern.

Gade, mehrfacher Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften und heute als Trainer tätig, beobachtet zugleich einen strukturellen Wandel im internationalen Kalender. „Ich denke, Badminton ist jetzt deutlich stärker auf Fitness ausgerichtet. Die Anzahl der Turniere ist auch gestiegen. In dieser Hinsicht nähert es sich dem Tennis an, wo Spieler mit großen Betreuerteams reisen“, so Gade.

Neben der steigenden körperlichen Belastung plädiert der frühere Weltklassespieler jedoch für eine breitere Vielfalt an Spielertypen. „Ich würde gerne mehr Spieler mit besonderen Fähigkeiten und Individualität sehen, denn das macht den Sport spannend“, sagte er in dem Interview.

Gade gehörte über viele Jahre zur Weltspitze und prägte die Sportart mit seinem technischen Stil. Mit den aktuellen Projekten soll nun eine neue Generation erreicht werden.



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