Stars 2026.04.15

Peter Gade über Viktor Axelsen: Er ist der Größte

Peter Gade über Viktor Axelsen: Er ist der Größte
Zwei europäische Badminton-Ikonen: Peter Gade und Viktor Axelsen [Foto/LIVE: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Der frühere Weltklassespieler Peter Gade hat Viktor Axelsen nach dessen Karriereende als größten Badmintonspieler in der Geschichte Dänemarks gewürdigt.
Angesichts der Erfolge und der Gesamtleistung bestehe für ihn kein Zweifel an dieser Einordnung. Axelsen habe „alles geliefert“, was in einer Karriere möglich sei, und könne mit Recht auf eine außergewöhnliche Laufbahn zurückblicken, sagte Gade gegenüber "Ekstra Bladet".

Der 49-Jährige, selbst über viele Jahre prägende Figur des dänischen und europäischen Badmintonsports, betonte, dass Vergleiche zwischen Generationen zwar schwierig seien, das Gesamtbild jedoch eindeutig ausfalle. Axelsen sei nicht nur im Badminton herausragend gewesen, sondern gehöre zu den größten Sportlern überhaupt. Er habe die seltene Fähigkeit besessen, sein Talent vollständig auszuschöpfen.

Gade hatte in den vergangenen anderthalb Jahren eng mit Axelsen zusammengearbeitet, nachdem dieser sich nach seinem Olympiasieg in Paris an ihn gewandt hatte. Ziel der Zusammenarbeit sei es gewesen, in entscheidenden Bereichen noch kleine Leistungsreserven zu erschließen und zugleich die Motivation auf höchstem Niveau zu halten. Er wisse aus eigener Erfahrung, welche Anforderungen der Spitzensport mit sich bringe, sagte Gade.

Allerdings stand die gemeinsame Arbeit von Beginn an unter erschwerten Vorzeichen. Axelsens anhaltende Rückenprobleme hätten die Trainingsmöglichkeiten erheblich eingeschränkt und immer wieder Anpassungen erforderlich gemacht. Es habe nur wenige Einheiten gegeben, in denen uneingeschränkt auf höchstem Niveau habe trainiert werden können. Die Zusammenarbeit sei daher zwangsläufig von Kompromissen geprägt gewesen.

Ob die gemeinsame Zeit letztlich als Erfolg zu bewerten sei, ließ Gade offen und verwies darauf, dass dies vor allem Axelsen selbst beurteilen müsse. Seine eigene Aufgabe habe er darin gesehen, unter den gegebenen Umständen das Bestmögliche herauszuholen. Diesem Anspruch habe er sich mit voller Hingabe gestellt.

Zugleich hob Gade die außerordentlichen Belastungen hervor, die der Spitzensport mit sich bringe. Die Anforderungen seien sowohl körperlich als auch mental enorm und hinterließen unweigerlich Spuren. Dies habe er nicht nur aus eigener Erfahrung gewusst, sondern auch im Austausch mit Axelsen deutlich wahrgenommen.

Dass dessen Karriere nun verletzungsbedingt ende, bezeichnete Gade als bedauerlich. Axelsen verfüge weiterhin über Ehrgeiz und Leistungswillen und hätte nach seiner Einschätzung noch mehr erreichen können. Umso mehr wünsche er ihm, dass er den Übergang in den nächsten Lebensabschnitt möglichst gut bewältige.



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