Stars 2021.07.02

Peter Käsbauer hört auf

Peter Käsbauer hört auf
Peter Käsbauer [Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Claudia Pauli
Badminton-Nationalspieler Peter Käsbauer (33) hat seine Karriere beendet.
Seine letzte Trainingseinheit absolvierte der 33 Jahre alte Spezialist für Herrendoppel- und Mixed bereits am 17. Juni 2021 – wenige Tage bevor er mit dem 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim erneut den Gewinn der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft bejubeln durfte. Zum 4:1-Erfolg der Saarländer im DM-Endspiel gegen den 1. BC Wipperfeld am 20. Juni 2021 steuerte auch der gebürtige Oberpfälzer einen Punkt bei: An der Seite von Marvin Seidel bezwang Peter Käsbauer im ersten Match des Tages Jones Jansen/Mark Lamsfuß mit 9:11, 5:11, 11:9, 11:5, 11:8. „Das war mein letztes Spiel als aktiver Spieler, daher wollte ich auch unbedingt gewinnen“, meinte Peter Käsbauer anschließend.

Nachdem er mehr als zehn Jahre am Bundesstützpunkt in Saarbrücken trainierte und auch in der Landeshauptstadt des Saarlandes wohnte, freut sich Peter Käsbauer jetzt auf einen Ortswechsel: „Meine Freundin ist Bulgarin und da sie zuletzt rund ein Jahr mit mir in Saarbrücken gelebt hat, möchte ich nun mit ihr für eine Weile in Sofia leben.“ Gleichzeitig beabsichtigt der langjährige Sportsoldat der Bundeswehr, sein BWL-Studium erfolgreich abzuschließen. „Ich freue mich auf die Herausforderungen, die nun kommen“, so Peter Käsbauer.

Besonders gute Erinnerungen hat der mehrmalige Teilnehmer an Welt- und Europameisterschaften an die Team-Weltmeisterschaften der Herren. „Mit den Jungs hat es immer viel Spaß gemacht“, sagt Peter Käsbauer. Als größte Erfolge bezeichnet er die Titelgewinne bzw. Finaleinzüge bei Turnieren in Spanien (mit Oliver Roth im Herrendoppel), in Thailand (mit Raphael Beck im Herrendoppel) und in den USA (mit Isabel Herttrich im Mixed).

Bei den Individual-Europameisterschaften 2021 in Kiewverpasste Peter Käsbauer den Medaillengewinn im Herrendoppel haarscharf. Mit Jones Jansen musste er sich im Viertelfinale den Olympiadritten von 2016, Marcus Ellis/Chris Langridge (England), mit 21:16, 12:21, 24:26 geschlagen geben. „Schade, dass sich Peter und Jones diese Medaille nach einer starken Leistung nicht holen konnten. Für Peter wäre das sicherlich ein perfektes Ende seiner langen Laufbahn gewesen“, meint DBV-Chef- Bundestrainer Detlef Poste.





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