International 2021.07.24

Unser Mann in Tokio

Unser Mann in Tokio
Bernd-Volker Brahms
Von Redaktion
Bernd-Volker Brahms berichtet für badzine.de aus Tokio.
"Ich stelle mich hier auf meine verrücktesten Olympischen Spiele ein", sagt Bernd-Volker Brahms. Der Journalist war schon 1992 in Barcelona dabei, als Badminton seine Premiere bei den Sommerspielen feierte. Damals war der heute 51-Jährige als Fan dabei. Ab 1996 in Atlanta berichtete er erstmals für verschiedene Medien. In Tokio wird der Badminton-Spezialist ausführlich für badzine.de berichten, wie schon aus Rio de Janeiro. Außerdem ist er dort für das ZDF, die dpa und auch das Verbandsmagazin Badminton-Sport im Einsatz.

"Die Atmosphäre wird diesmal aufgrund der fehlenden Zuschauer wohl leiden", sagt Bernd-Volker Brahms. Es sei schade gerade für Badminton, dass nicht einmal einheimische Zuschauer zugelassen sind. Die Japaner seien verrückt auf Badminton. Schon 2019 war die Halle - ein Jahr vor dem ursprünglichen Austragungstermin - an allen Tagen restlos mit 10.000 Zuschauern ausverkauft gewesen.
Sportlich seien die Olympischen Spiele aber aber gleichwohl ein absoluter Höhepunkt, sagt Brahms

"Es wird diesmal einige Überraschungen geben", ist er sich sicher. Besonders schön wäre es, wenn die deutschen Akteure dabei sind und den einen oder anderen Favoriten ins Straucheln bringen. "In allen Disziplinen gibt es keine klaren Favoriten, auch weil die Asiaten teilweise anderthalb Jahre keine Turniere gespielt haben", sagt Brahms.

Der gebürtige Ostfriese, der in Stendal lebt und für den MDR arbeitet, reiste einen Tag vor den Spielen an. "Die Eröffnungsfeier habe ich im Hotel im Fernsehen gesehen", sagt er. Die späte Anreise habe durchaus Vorteile gehabt, sagt er. "Ich musste nicht in Quarantäne", sagt er. Andere Journalisten, die früher angereist waren, mussten mehrere Tage zunächst im Hotelzimmer verbringen. "Es ist schon anstrengend genug, auf die öffentlichen Verkehrsmittel verzichten zu müssen", sagt Brahms. Durch offizielle Busse und Taxis würden jede Anfahrtszeit verlängern. Auch die Formalitäten mit täglichem Fiebermessen und regelmäßigen Corona-Tests seien etwas nervig. "Hier gibt es für alles eine eigene App, da muss man erstmal den Überblick behalten" sagt er.

"Die Japaner sind aber sehr aufgeschlossen und jederzeit hilfsbereit", sagt Brahms. Er freut sich auf die Berichterstattung vom Badminton-Turnier im Musashino Forest Sport Plaza in Tokio. Auch ohne Zuschauer wird es heiß zugehen - und das nicht nur, weil hier in Tokio die Außentemperaturen mehr als 30 Grad betragen.





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