International 2021.08.01

Viktor Axelsen zieht ins Endspiel ein

Viktor Axelsen zieht ins Endspiel ein
Im olympischen Finale: Viktor Axelsen [Foto/LIVE: BadmintonPhoto]
Von Bernd-Volker Brahms
Der Däne Viktor Axelsen hat am Sonntag in Tokio die Siegesserie des 34-jährigen Kevin Cordon aus Guatemala gestoppt und ist ins olympische Finale im Herreneinzel eingezogen.
Axelsen besiegte Cordon mit 21:18, 21:11. Der ungesetzte Spieler aus Zentralamerika war zur großen Überraschung des olympischen Badmintonturniers geworden. Der Däne trifft nun am Montag auf den 32-jährigen Chinesen Chen Long, der in Tokio seine Goldmedaille von Rio de Janeiro verteidigt. Chen Long besiegte im Halbfinale den Indonesier Anthony Sinisuka Ginting mit 21:16, 21:11.

"Es ist unglaublich, was Kevin hier für eine Geschichte geschrieben hat", sagte der Däne Axelsen über den Überraschungshalbfinalisten. Es sei gut für den Sport, wenn es solche Überraschungen gebe. "Ich habe höchsten Respekt davor, was er hier geleistet hat", sagte der 27-Jährige. Aber heute habe nicht der allergrößte Druck auf seinen Schultern gelegen, sagt Axelsen. Mit Blick auf die zurückliegenden Resultate, musste er natürlich in der Lage sein, gegen Cordon zu gewinnen. Er habe zwar einen aggressiven, mitreißenden Stil und auch einige ungewöhnliche Schläge drauf, lobte der Weltmeister von 2017. Trotzdem sei es für ihn ganz entspannt gelaufen.

"Ich bin jetzt ganz entspannt, ich habe Silber und will noch Gold"

Bis zum 18:18 im ersten Satz konnte der Mann aus Zentralamerika das Spiel offen gestalten. "Es geht nicht darum, schön zu spielen", sagte Axelsen. Am Ende sei es das Halbfinale der Olympischen Spiele, es gehe darum, zu gewinnen. "Ich bin jetzt ganz entspannt, ich habe Silber und will noch Gold."

Er möchte es seinem Landsmann Poul-Erik Hoyer gleichtun, der 1996 in Atlanta als bisher einziger europäischer Spieler das Herreneinzel bei Olympischen Spielen gewann. Axelsen hatte bereits vor fünf Jahren Bronze gewonnen.

"Ich bin enttäuscht", sagte Kevin Cordon nach der Partie gegen den Weltmeister von 2017. Im ersten Satz habe er das Match bis zum Schluss offen gestalten können. "Ich habe gesehen, dass ich mithalten kann", sagte er. Er hoffe, mit seinem Auftritt viele Kinder in Guatemala motivieren zu können, Badminton zu spielen.

Neues Tattoo für Kevin Cordon

Auf die Frage, ob er nun ein Held in Guatemala sei, wehrte Kevin Cordon nur schüchtern ab. Das spiele für ihn keine Rolle. Er werde zwar schon auch auf der Straße erkannt und angesprochen, aber für ihn zähle seine Familie und das, was er mit Leidenschaft macht. "Ich liebe Badminton.", sagt er. Mit stolz zeigte er den Journalisten seine Tätowierung der fünf olympischen Ringe am inneren Oberarm. Daneben steht Peking, London und Rio de Janeiro. "Tokio kommt noch dazu, ehe ich abfliege." Auf die Frage, ob auch noch Paris dazukomme, lachte der 34-Jährige nur vielsagend.





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