Kolumne 16.12.2019

AirBadminton: BWF setzt auf Förderung mit Federball-AirShuttle

AirBadminton: BWF setzt auf Förderung mit Federball-AirShuttle
Symbolfoto [Foto: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Geht es nach den Vorstellungen des Badminton-Weltverbandes, soll sich Badminton zusehends im Freien festigen. Um diese Entwicklung zu fördern, hat der BWF mit dem Federball-AirShuttle nach fünfjähriger Entwicklungszeit einen neuen Federball auf den Weg gebracht.
Ein großes Problem bei Badminton im Freien ist der Wind. Die leichten Federbälle sind besonders empfindlich und werden bereits von geringen Windgeschwindigkeiten vom eigentlichen Kurs gebracht. Deswegen wird Badminton im Gegensatz zu Tennis sehr häufig in den Hallen gespielt. Der BWF, der Badminton-Weltverband, bemüht sich seit einigen Jahren um Lösungen, mit denen Badminton unter freiem Himmel beliebter gemacht werden kann. Um den Sport auf Hart-, Gras- und Sandplätzen populär zu machen, hat der Verband nun mit dem Federball-AirShuttle einen vollkommen neuen Federball auf den Weg gebracht.

Gespräche zur Massenfertigung laufen

Der neue Federball soll nach Angaben des Weltverbandes auch bei einer Windgeschwindigkeit von maximal 12 km/h noch problemlos einsetzbar sein. Der Federball-AirShuttle wurde der Öffentlichkeit bereits vorgestellt. So konnte im Rahmen des BWF TOTAL Sudirman Cup in diesem Jahr ein Blick auf das neue Projekt geworfen werden. Wann der Federball jedoch in die Massenproduktion gehen wird, ist nach Angaben des BWF noch unbekannt. Allerdings erklärte der BWF bereits, dass erste Gespräche mit möglichen Sportartikelherstellern, die die Produktion übernehmen könnten, bereits laufen.

Aktuell steckt der BWF große Hoffnungen in das Konzept AirBadminton und erklärt, dass es auf diesem Weg durchaus gelingen könnte, eine vollkommen neue und ebenso besonders aufregende Variante zu etablieren. Outdoorsportarten sind ausgesprochen beliebt und schaffen es auch immer wieder neue Mitglieder zu mobilisieren. "Die Kombination aus Sport und frischer Luft sorgt dafür, dass der Körper Glückshormone ausschüttet. Das macht gerade den Sport im Freien sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen so beliebt", weiß auch Christina Schneider von outdoormeister.de.

Badminton hat als Outdoorspiel riesiges Potenzial

Zweifelsohne hat Badminton als Outdoorspiel ein riesiges Potenzial. Während professionelle Spieler unter freiem Himmel mit ganz neuen Herausforderungen konfrontiert werden, mögen Einsteiger in den Sport in erster Linie die ungezwungene Atmosphäre im Freien. Es gibt eine ganze Reihe von Plätzen, auf denen mit wenig Aufwand eine Badminton-Spielfläche entstehen kann. Als Outdoor-Game bietet sich Badminton nicht nur in den Sommerwochen an, sondern kann ebenso im Frühling und Herbst gespielt werden, solange der Wind nicht zu stark ist.

Nicht nur in Europa laufen Bemühungen, Badminton ins Freie zu bringen. In China sind die Verantwortlichen bereits einen Schritt weiter. Hier wurden die ersten AirBadminton Versuche bereits erfolgreich gestemmt. Mit von der Partie war dabei aber auch die Spezialausrüstung wie ein neuer Ball, der nicht so windanfällig sein soll. Auf den ersten Blick erinnert der neue Badmintonball an den lange in Deutschland bekannten klassischen Federball. Er ist aber deutlich dynamischer gestaltet.

Zweifelsohne würde der Badminton-Sport von dem Sprung ins Freie profitieren und könnte sicherlich noch mehr Menschen begeistern. Ein Vorteil von AirBadminton sind die doch geringen Anforderungen, die im Freien an die Spielumgebung gestellt werden. Neben der richtigen Ausrüstung und einem Netz wird für die Spielfläche kein weiteres Equipment gebraucht.