International 03.03.2020

Thomas Cup: Deutsche Herren nun doch dabei

Thomas Cup: Deutsche Herren nun doch dabei
Mark Lamsfuß & Marvin Seidel [Foto: BadmintonPhoto]
Von Claudia Pauli
Bei der Weltmeisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften 2020 (16. bis 24. Mai in Aarhus/Dänemark) wird Deutschland nun doch in beiden Wettbewerben vertreten sein.
Nachdem die Herren des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) das WM-Ticket durch ihr Ausscheiden im Viertelfinale der Europameisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften 2020 (11. bis 16. Februar in Liévin/Frankreich) und den gleichzeitigen Sieg der Niederlande gegen England in der Runde der besten acht Teams verpasst hatten, rückten sie jetzt ins Starterfeld der TOTAL BWF Thomas & Uber Cup Finals 2020 nach.

Die nachträgliche Startberechtigung bei den internationalen Titelkämpfen resultiert aus der Absage Russlands für Aarhus. Als EM-Halbfinalist für die WM qualifiziert, zogen die Osteuropäer ihre Teilnahme daran zwei Wochen nach der EM zurück. Da Deutschland gemäß seiner Platzierung in den BWF World Team Rankings der erste Nachrücker ist, erhielten die Verantwortlichen im DBV die Anfrage des Badminton-Weltverbandes BWF, ob das Herrenteam bei der prestigeträchtigen Veranstaltung den frei gewordenen "europäischen Startplatz" einnehmen möchte.

"Da der Austragungsort der WM für uns günstig liegt und die Herren ohnehin an der WM teilnehmen wollten, haben wir zugesagt", erläutert DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.

Die deutschen Spielerinnen kürten sich bei der Team-EM in Liévin zum Vizeeuropameister und lösten damit souverän das WM-Ticket.

Auch bei den Damen hatte sich Russland für die TOTAL BWF Thomas & Uber Cup Finals 2020 qualifiziert: Als EM-Viertelfinalist waren die Osteuropäerinnen über die Weltrangliste ins Starterfeld gerückt. Für das Turnier um den Uber Cup erfolgte seitens des russischen Badminton- Verbandes ebenfalls eine Absage. Da die Türkei - als erster Nachrücker - auf die WM- Teilnahme verzichtete, wird als weitere europäische Mannschaft das Team aus Spanien in Aarhus antreten.