National 21.04.2020

'Es lag nicht die Absicht vor, Badminton zu diskreditieren'

'Es lag nicht die Absicht vor, Badminton zu diskreditieren'
Foto: SR/Manuela Meyer
Von Redaktion
Wir baten den Regisseur der Tatort-Folge 'Das fleißige Lieschen' um eine Stellungnahme, wie es zu den Badminton-Aufnahmen kam. Hier ist sie.
Regisseur Christian Theede erklärt gegenüber badzine.de, wie es zu den Badminton-Aufnahmen kam:

Es ist natürlich immer schwer, einen Bundesliga-Sportler von einem/r Schauspieler/in darstellen zu lassen. Genau aus diesem Grund hat die Spielerin in unserem Film das Spiel auch schon beendet, als Kommissar Hölzer zur Befragung kommt! Man sieht also nicht, wie gut oder schlecht sie spielt.

Über die anderen Spieler, die zu sehen sind, wird im Film nicht gesagt, auf welchem Level sie spielen. So kann es ja auf einem Tennisplatz auch vorkommen, dass Profis und Anfänger nebeneinander spielen. Ich sehe daher keinen wirklichen Fehler in der Inszenierung. Und gerade in Saarbrücken ist nicht davon auszugehen, dass sich lauter Profi-Spieler in der Halle befinden.

Nichtsdestotrotz hätte auch ich mir energetischere Spieler im Hintergrund gewünscht. Mir wurde jedoch versichert, dass dies die besten Spieler sind, die wir im Rahmen unserer finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten bekommen konnten. Trotz aller Bemühungen, die Komparserie so gut wie möglich zu besetzen, erleben wir leider auch zu unserem Bedauern Rückschläge, die sich im Vorfeld nicht absehen lassen. Manchmal muss man als Regisseur dann leider Kompromisse machen. In diesem Fall wäre die Alternative ein komplett leerer Platz gewesen.

Es lag in jedem Fall an keiner Stelle die Absicht vor, den Sport Badminton zu diskreditieren. Falls dies für Sie so rübergekommen ist, entschuldige ich mich.


Die Tatort-Episode wurde am 13. April 2020 im Programm Das Erste gesendet und erreichte mit 10,44 Millionen Zuschauern einen Marktanteil von 27,5 %.