International 2021.07.31

Cordon setzt überraschenden Siegeszug fort

Cordon setzt überraschenden Siegeszug fort
Kevin Cordon schreibt Badminton-Geschichte
Von Bernd-Volker Brahms
Der 34-jährige Kevin Cordon aus Guatemala ist in Tokio ins Halbfinale des Herrenzelwettbewerbs vorgedrungen und hat damit wohl für die größte Überraschung in der olympischen Badmintonhistorie gesorgt.
Die Nummer 59 der Weltrangliste besiegte am Samstag im Viertelfinale den ebenfalls ungesetzten Südkoreaner Heo Kwanghee mit 21:13, 21:18.

Kevin Cordon, der von seinem Vater nach dem Fußballspieler Kevin Keegan benannt wurde, spielte beherzt auf. "Ich komme aus einem kleinen Badminton-Land, ich muss alles mit Leidenschaft wettmachen, um hier auf Augenhöhe mitspielen zu können."

Guatemala hat erst einmal bei Olympischen Spielen eine Medaille gewonnen. Ein Geher holte 2012 in London Silber.

"Ich habe zu keinem Augenblick an eine Medaille gedacht"

Der Mann aus Guatemala City ging gleich im ersten Satz in Führung und hielt diese bis zum Satzgewinn. Erst zum Ende des zweiten Satzes wurde es noch mal eng. "Ich bin ruhig geblieben", sagte er. Er habe zu keinem Augenblick an eine mögliche Medaille gedacht. Nun trifft er am Sonntag im Halbfinale auf den dänischen Turnierfavoriten Viktor Axelsen, der den Chinesen Shi Yu Qi mit 21:13, 21:13 besiegte.

Für Ex-Weltmeister Axelsen ist es nach 2016 das zweite olympische Halbfinale. In Rio de Janeiro gewann er Bronze im Spiel gegen Legende Lin Dan. "Ich werde sehr fokussiert ins Spiel gehen", sagte Axelsen.





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