European Games in Baku haben wieder viele Neulinge für die Trendsportart Badminton begeistern können, sodass diesen Sommer weitere Freizeitsportler zu den über 14 Millionen Badminton-Spielern weltweit hinzukommen werden. Der Übergang vom freizeitlich-entspannten Federball-Spiel zu Badminton gestaltet sich dabei nicht immer einfach; die Schnelligkeit des Schlagabtausches und die hohe Laufintensität fordern gerade Anfängern viel ab. ">

Kolumne 06.06.2015

Für Badminton-Einsteiger: Augen auf bei der Schlägerwahl!

Für Badminton-Einsteiger: Augen auf bei der Schlägerwahl!
[Foto: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Nicht zuletzt die European Games in Baku haben wieder viele Neulinge für die Trendsportart Badminton begeistern können, sodass diesen Sommer weitere Freizeitsportler zu den über 14 Millionen Badminton-Spielern weltweit hinzukommen werden. Der Übergang vom freizeitlich-entspannten Federball-Spiel zu Badminton gestaltet sich dabei nicht immer einfach; die Schnelligkeit des Schlagabtausches und die hohe Laufintensität fordern gerade Anfängern viel ab.
Aber auch die Wahl des richtigen Equipments stellt sie vor Herausforderungen, bei der auch die befreundeten Badminton-Spieler manchmal nicht so richtig weiterhelfen können. Beispielsweise bei der Schlägerwahl: Die Frage, ob grifflastige oder kopflastige Schlägertypen zu bevorzugen sind oder aber das Glück in der goldenen Mitte bei ausgewogenen Schlägern liegt, ist eine Grundsatzentscheidung. Erste Hilfe bei der Wahl des richtigen Equipments für Einsteiger findet sich hier.

Der richtige Schläger: Rahmenwissen für Einsteiger

Bevor es um die verschiedenen Typen von Badminton-Schlägern geht, ist für den Einsteiger ein wenig Information generell zum Aufbau eines Badminton-Schlägers hilfreich. Normalerweise besteht ein solcher Schläger aus Stahlschaft und Stahlkopf und wiegt insgesamt rund 110 bis 140 Gramm. Für Profis und Wettkampfsportler gibt es auch Hightech-Schläger aus Carbon, die nur etwa 70 bis 80 Gramm wiegen. Für den Einstieg in die fabelhafte Welt des Badmintons sind solche Modelle aber nicht notwendig. Wichtig für den Spielfluss ist – gerade für Anfänger – die Frage nach der Flexibilität des Rahmens. Flexible Rahmen sind deutlich armschonender, jedoch büßt dadurch der Schlag an Präzision ein. Wenn Badminton als Freizeitsport für die Fitness gespielt werden soll, so bedeutet höhere Schlaggenauigkeit schlicht mehr Spielspaß. Bei umfangreichem oder sogar täglichem Training kann die Rahmensteife stärker ins Gewicht fallen.

Die Besaitung der Badminton-Schläger

Auch bei der Besaitung der Schläger gibt es verschiedene Varianten. Wenn auch Naturdarmsaiten inzwischen passé sind, unterscheiden sich die Kunststoffsaiten teils erheblich. Einsteiger spielen zumeist Schläger, die mit kostengünstigen Kunststoffsaiten bespannt sind. Für fortgeschrittene Spieler bieten sich die teureren, geflochtenen Kunststoffsaiten an; sie ermöglichen bessere Ballbeherrschung. Auch gilt: Anfänger fahren besser mit niedrigerer Bespannungshärte, Fortgeschrittene werden mit härterer Bespannung glücklich. Und dann ist da noch die Frage nach der Saitendicke: Dünne Saiten ermöglichen höhere Ballbeschleunigung, reißen dafür aber auch schneller. Dicke Saiten hingegen bedeuten, dass der Spieler die höhere Lebensdauer mit niedrigerem Spielkomfort bezahlt. Einsteiger, die die korrekte Bespannung der Schläger vorerst nicht selbst umsetzen möchten, sollten zu dickeren Saiten greifen.



Kopflastigkeit vs. Grifflastigkeit

Nun aber zur alles entscheidenden Frage: Kopf oder Griff? Das hängt auch davon ab, was für ein Typus der Spieler ist: Kopflastige Schläger verfügen über eine höhere Durchschlagskraft und ermöglichen ein aggressives und schnelles Offensivspiel. Grifflastige Schläger dagegen werden gerne im Defensivspiel genutzt. Sie sind einfacher zu kontrollieren als kopflastige Schläger und können zumeist auch schneller und einfacher bewegt werden. Das Ergebnis: effektivere Abwehr auch in unmittelbarer Nähe zum Netz. Als Standard für Fortgeschrittene und Einsteiger gleichermaßen hat sich der ausgewogene Schläger etabliert. Sein Schwerpunkt befindet sich in der Mitte des Schlägers, sodass mit diesem Schlägertyp noch keine Entscheidung für einen Spielstil getroffen wird. Hiervon profitieren insbesondere Einsteiger: Denn mit einem ausgewogenen Schläger können sie sich ausprobieren und ihren persönlichen Spielstil entwickeln.




Kopflastigkeit vs. Grifflastigkeit

Nun aber zur alles entscheidenden Frage: Kopf oder Griff? Das hängt auch davon ab, was für ein Typus der Spieler ist: Kopflastige Schläger verfügen über eine höhere Durchschlagskraft und ermöglichen ein aggressives und schnelles Offensivspiel. Grifflastige Schläger dagegen werden gerne im Defensivspiel genutzt. Sie sind einfacher zu kontrollieren als kopflastige Schläger und können zumeist auch schneller und einfacher bewegt werden. Das Ergebnis: effektivere Abwehr auch in unmittelbarer Nähe zum Netz. Als Standard für Fortgeschrittene und Einsteiger gleichermaßen hat sich der ausgewogene Schläger etabliert. Sein Schwerpunkt befindet sich in der Mitte des Schlägers, sodass mit diesem Schlägertyp noch keine Entscheidung für einen Spielstil getroffen wird. Hiervon profitieren insbesondere Einsteiger: Denn mit einem ausgewogenen Schläger können sie sich ausprobieren und ihren persönlichen Spielstil entwickeln.