International 2023.08.29

Russische und belarussische Athleten sollen ab Februar wieder mitspielen dürfen

Russische und belarussische Athleten sollen ab Februar wieder mitspielen dürfen
[Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Bernd-Volker Brahms
Die Badminton World Federation (BWF) will russische und belarussische Athleten ab 24. Februar 2024 als neutrale Sportler wieder für internationale Wettkämpfe zulassen.
Dies teilte der Verband am Dienstag (29.8.) im Nachgang einer Vorstandssitzung bei der WM in Kopenhagen mit. Man befinde sich mit der Entscheidung auf der Linie des IOC, heißt vom BWF-Generalsekretär Thomas Lund. Man habe die Zustimmung des BWF-Vorstandes, der Athletenkommission, der fünf Kontinentalverbände sowie der unmittelbar beteiligten Nationalverbände, so Lund.

Zur Frage der Teilnahme der neutralen Athleten an den Olympischen Spielen in Paris äußerte sich der Verband nicht. Allerdings ist die ein Jahr andauernde Qualifikation beim Badminton Ende Februar bereits weitgehend abgelaufen, sie endet am 30. April. Die russischen und belarussischen Athleten, die komplett aus der Weltrangliste gefallen sind, müssen bei Null anfangen. Es zählen die besten zehn Turniere. Eine reguläre Qualifikation ist sehr unwahrscheinlich.

Nach Angaben der BWF seien noch weitere Schritte bis zur Wiederzulassung der neutralen Sportler über eine interne Arbeitsgruppe zu koordinieren und ein Regelwerk aufstellen. Man werde das Verhalten der Sportler genau beobachten und behalte sich vor, ihnen das Startrecht wieder zu entziehen, heißt es. Man werde in der Sache auch mit Turnierorganisatoren sprechen, um Risiken wie Turnierabsagen oder andere überproportionale Folgen zu verhindern.

Die Aufhebung der Suspendierung der russischen und belarussischen Athleten sei ein erster Schritt, um das Bemühen der BWF um Frieden und Solidarität zu fördern, sagte BWF-Präsident Poul-Erik Høyer.


Anzeige


Anzeige