International 2023.11.02

HYLO Open: Ernüchternder Tag für Deutschlands Asse

HYLO Open: Ernüchternder Tag für Deutschlands Asse
Stine Küspert in der Saarlandhalle [Foto/LIVE: Sven Heise]
Von Thomas Fuchs
Der zweite Tag bei den HYLO Badminton Open 2023 in Saarbrücken verlief für die deutschen Spielerinnen und Spieler eher ernüchternd.
Zehn Spiele mit deutscher Beteiligung wurden am gestrigen Mittwoch in der Saarlandhalle ausgetragen, davon gingen acht verloren.

Lediglich das Mixed-Doppel Lamsfuß/Lohau und das Herren- Doppel Hess/Scheiel konnten sich in der ersten Runde des HSBC BWF World Tour Super 300 Events durchsetzen und damit ins Achtelfinale einziehen.

Die Zuschauenden in der Saarlandhalle kamen bei den HYLO Badminton Open erstmals in den Genuss, alle fünf Wettbewerbe gleichzeitig zu verfolgen. Ab 8:00 Uhr morgens ging es auf drei Feldern zur Sache. Bei zehn der 43 Duellen standen Athletinnen und Athleten des Deutschen Badminton Verbands (DBV) auf der Matte. Dabei verbuchte das deutsche Team allerdings nur zwei Erfolge.

Herren-Einzel ab dem Achtelfinale ohne deutsche Beteiligung

Allein drei Niederlagen mussten die deutschen Fans im Herren-Einzel verkraften. In der Runde der letzten 32 ließ der aus Malaysia stammende Ng Tze Yong dem dreimaligen Deutschen Meister Max Weisskirchen in beiden Sätzen keine Chance (21:8 und 21:13). Als Verlierer vom Platz ging auch Fabian Roth – gegen den dreimaligen Turniersieger und Vorjahres-Zweiten Chou Tien Chen aus Taiwan verlor der Refrather mit 21:23 und 9:21.

Auch im deutsch-französischen Nachbarschaftsduell zwischen Kai Schäfer und Toma Junior Popov behielt der Franzose in beiden Sätzen die Oberhand (21:18 und 21:12).

Schäfer ordnete die Niederlage nach dem Spiel wie folgt ein: „Wir hatten beide etwas Probleme mit den Bedingungen. Ich habe am Anfang das Netz besser kontrolliert, danach war Popov aber insgesamt ein bisschen besser. Sein Angriffsspiel ist einfach sehr stark.“ Schäfer, der in den vergangenen Tagen noch mit Fieber krank im Bett lag, zog folgendes Fazit: „Gegen solche Top-Leute muss ich meine Konstanz im Spiel verbessern und in den richtigen Momenten immer die richtigen Schläge spielen. Manchmal entscheide ich mich noch für die falschen und werde dafür bestraft.“

Im Herren-Doppel verloren David Eckerlin und Simon Krax außerdem gegen die Chinesen Bo Yang Chen und Yi Liu (13:21 und 14:21), Julia Meyer und Leona Michalski unterlagen im Damen-Doppel den bulgarischen Stoeva-Schwestern deutlich (9:21 und 8:21). Im Mixed- Wettbewerb sind drei der vier deutschen Paare ausgeschieden: Jan Völker und Stine Küspert mussten sich dem indonesischen Duo Dejan Ferdinansyah/Gloria Emanuelle Widjaja geschlagen geben (16:21 und 18:21). Patrick Scheiel und Franziska Volkmann scheiterten ferner in einem packenden Dreisatz-Match an Callum Hemming und Estelle Van Leeuwen aus England (22:24/21:15/16:21). Nach einem ernüchternden ersten Satz verloren schließlich auch Malik Bourakkadi und Leona Michalski trotz deutlicher Leistungssteigerung im zweiten Satz ihr Spiel gegen Kian Meng Tan und Pei Jing Lai aus Malaysia mit 3:21 und 16:21.

Deutsche Lichtblicke

Glückliche Gesichter dagegen bei Isabel Lohau und Mark Lamsfuß. Das Duell gegen Dänemarks Jesper Toft und Clara Graversen gewannen die amtierenden Europameister souverän mit 21:14 und 21:14.

Isabel Lohau, die in der Bundesliga für den 1. BC Saarbrücken- Bischmisheim aufschlägt, erklärte nach dem Spiel: „Beim letzten Aufeinandertreffen mit den Dänen haben wir verloren. Deswegen wollten wir uns revanchieren – gerade hier bei unserem Heim-Turnier. Wir sind sehr glücklich, dass wir als Sieger vom Platz gegangen sind.“ Lamsfuß ergänzte: „Wir haben uns an den Plan gehalten und wussten, was sie gut können. Während er versucht, viel Druck auf uns aufzubauen, ist sie stark am Netz. Wir haben es hinbekommen, ihre Stärken zu kontrollieren.“

Ins Achtelfinale des Herren-Doppels eingezogen sind zudem Daniel Hess und Patrick Scheiel. Gegen die Niederländer Gijs Duijs und Timo Stoffelen setzten sich die beiden Deutschen in zwei Sätzen mit 21:13 und 21:19 durch.


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