Stars 2025.08.02
Milan Zeisig – Berliner Hoffnungsträger mit Bodenhaftung

Milan Zeisig [Foto/Archiv: privat]
Von Redaktion
Milan Zeisig (16) überraschte Badminton-Deutschland in der vergangenen Woche mit einer Goldmedaille im Mixed (mit Partnerin Laira Röhl) und Bronze im Einzel bei den Europäischen Olympischen Jugendspielen (EYOF).
„Eine Medaille im Mixed war mein Ziel“, sagt Zeisig rückblickend nüchtern, „Gold wurde erst im Laufe des Turniers greifbar.“ Das wirkt fast untertrieben – und spiegelt doch das Selbstverständnis eines jungen Athleten wider, der seine Siege nicht dem Zufall überlässt. Die Konkurrenz hatte er im Vorfeld analysiert, die Erfolgsaussichten nüchtern abgewogen. Überraschung? Vielleicht für Außenstehende. Für ihn selbst: eine Folge von Vorbereitung und eingespielter Teamarbeit.
Denn Zeisig und seine Mixed-Partnerin Laira Röhl - beide spielen für die SV Berliner Brauereien - verbindet eine sportliche Vertrautheit, die man in dieser Altersklasse selten findet. „Wir spielen seit sieben Jahren zusammen“, erzählt er. „Wir wissen, wie wir uns gegenseitig helfen können.“ So etwas lässt sich nicht binnen Wochen erlernen – es ist das Ergebnis kontinuierlicher, gemeinsamer Entwicklung.
Zwischen Schulbank und Olympiastützpunkt
Bis vor wenigen Wochen lebte Zeisig noch bei seiner Familie in Berlin, trainierte am SLZB, dem Schul- und Leistungssportzentrum der Hauptstadt, unter den Augen von Trainer Jan-Henrik Gleis. Der Tagesablauf war klar getaktet: Morgens Training, dann Unterricht, am Nachmittag wieder Badminton.
Nun beginnt ein neues Kapitel: Hamburg. In wenigen Tagen zieht Zeisig ins dortige Sportinternat, besucht künftig die Stadtteilschule Alter Teichweg und trainiert am Olympiastützpunkt – unter Leitung von Oliver Pongratz, ehemaliger Nationalspieler und siebenfacher Deutscher Einzelchampion. Der Alltag wird sich nicht grundlegend ändern – aber die sportlichen Rahmenbedingungen werden noch professioneller. Es ist der nächste logische Schritt auf einem Weg, den Zeisig diszipliniert verfolgt.
Von Zielen und Zwischentönen
Was ihn auszeichnet, ist nicht nur sein Talent, sondern auch die Klarheit, mit der er über seine Karriere spricht. Große Träume, ja – aber keine Floskeln. Eine Olympiateilnahme ist sein Fernziel, doch motiviert wird Zeisig weniger durch das ganz Große als durch die Etappen. „Ich setze mir lieber Ziele in nicht so ferner Zukunft“, sagt er. Konkret heißt das: Eine Medaille bei der U17-Europameisterschaft. Die Konkurrenz werde stärker sein als in Skopje, glaubt er. „Aber ich halte es sowohl im Einzel als auch im Mixed für möglich.“
Vorbilder? Auch die hat er – aber nicht in Form eines einzigen Stars. Vielmehr studiert er die Spiele verschiedener Athleten, greift sich technische Details, taktische Varianten, mentalen Umgang mit Druck. Ein reflektierter Zugang, der viel über seine Reife verrät.
Dass sein Triumph in Berlin nicht unbemerkt blieb, versteht sich von selbst. Unterstützung kam nicht nur von Familie und Freunden, sondern auch vom Verband, dem Verein und den Trainern, die ihn seit Jahren begleiten. Zeisig bleibt trotz Erfolg geerdet – nicht zuletzt, weil sein sportliches Umfeld das fördert.
Ein Berliner mit klarem Blick und festen Zielen.
Denn Zeisig und seine Mixed-Partnerin Laira Röhl - beide spielen für die SV Berliner Brauereien - verbindet eine sportliche Vertrautheit, die man in dieser Altersklasse selten findet. „Wir spielen seit sieben Jahren zusammen“, erzählt er. „Wir wissen, wie wir uns gegenseitig helfen können.“ So etwas lässt sich nicht binnen Wochen erlernen – es ist das Ergebnis kontinuierlicher, gemeinsamer Entwicklung.
Zwischen Schulbank und Olympiastützpunkt
Bis vor wenigen Wochen lebte Zeisig noch bei seiner Familie in Berlin, trainierte am SLZB, dem Schul- und Leistungssportzentrum der Hauptstadt, unter den Augen von Trainer Jan-Henrik Gleis. Der Tagesablauf war klar getaktet: Morgens Training, dann Unterricht, am Nachmittag wieder Badminton.
Nun beginnt ein neues Kapitel: Hamburg. In wenigen Tagen zieht Zeisig ins dortige Sportinternat, besucht künftig die Stadtteilschule Alter Teichweg und trainiert am Olympiastützpunkt – unter Leitung von Oliver Pongratz, ehemaliger Nationalspieler und siebenfacher Deutscher Einzelchampion. Der Alltag wird sich nicht grundlegend ändern – aber die sportlichen Rahmenbedingungen werden noch professioneller. Es ist der nächste logische Schritt auf einem Weg, den Zeisig diszipliniert verfolgt.
Von Zielen und Zwischentönen
Was ihn auszeichnet, ist nicht nur sein Talent, sondern auch die Klarheit, mit der er über seine Karriere spricht. Große Träume, ja – aber keine Floskeln. Eine Olympiateilnahme ist sein Fernziel, doch motiviert wird Zeisig weniger durch das ganz Große als durch die Etappen. „Ich setze mir lieber Ziele in nicht so ferner Zukunft“, sagt er. Konkret heißt das: Eine Medaille bei der U17-Europameisterschaft. Die Konkurrenz werde stärker sein als in Skopje, glaubt er. „Aber ich halte es sowohl im Einzel als auch im Mixed für möglich.“
Vorbilder? Auch die hat er – aber nicht in Form eines einzigen Stars. Vielmehr studiert er die Spiele verschiedener Athleten, greift sich technische Details, taktische Varianten, mentalen Umgang mit Druck. Ein reflektierter Zugang, der viel über seine Reife verrät.
Dass sein Triumph in Berlin nicht unbemerkt blieb, versteht sich von selbst. Unterstützung kam nicht nur von Familie und Freunden, sondern auch vom Verband, dem Verein und den Trainern, die ihn seit Jahren begleiten. Zeisig bleibt trotz Erfolg geerdet – nicht zuletzt, weil sein sportliches Umfeld das fördert.
Ein Berliner mit klarem Blick und festen Zielen.
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