International 2025.09.04
Videobeweis im Badminton?

[Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Badminton-Weltverband signalisiert Offenheit – doch die Hürden sind hoch.
Nach umstrittenen Entscheidungen bei der Weltmeisterschaft in Paris wächst der Druck auf den Badminton-Weltverband (BWF), technische Hilfsmittel über die bisherige Linienkontrolle ("Hawk-Eye") hinaus einzusetzen. Mehrere Spitzenspieler fordern, strittige Szenen künftig auf Video überprüfen zu lassen – ähnlich wie im Fußball.
Thomas Lund, Generalsekretär der BWF, zeigte sich im Gespräch mit dem dänischen Sender TV2 zwar aufgeschlossen, dämpfte jedoch zugleich die Erwartungen. „Wir wollen die Schiedsrichter so gut wie möglich unterstützen, damit sie die richtigen Entscheidungen treffen. Doch im Vordergrund stehen für uns weiterhin Linien- und Aufschlagentscheidungen“, erklärte Lund. Situationen wie Netzberührungen oder ein Ballkontakt mit der Kleidung seien zwar heikel, kämen jedoch zu selten vor, um den Einsatz umfassender Technik zu rechtfertigen.
Bereits etabliert ist das Challenge-System bei Linienbällen: Zwei Einsprüche pro Satz stehen den Spielern zu, erfolgreiche Korrekturen bleiben erhalten. Diese Möglichkeit soll künftig auf allen Courts verfügbar sein – bislang profitieren nur die Fernsehplätze. Auch beim Aufschlag wird seit Jahren diskutiert, ob Laser die Arbeit der Unparteiischen ersetzen könnten. Der Ball darf höchstens in 115 Zentimetern Höhe getroffen werden, ein Maß, das besonders im Doppel immer wieder Streit auslöst.
Einen umfassenden Videobeweis hält Lund vorerst nicht für realistisch. „Technologie lässt sich nicht von heute auf morgen einführen. Die Zeitfrage spielt eine entscheidende Rolle. Wir haben aus anderen Sportarten gelernt, dass Entscheidungen mit VAR bisweilen sehr lange dauern. Auch das müssen wir berücksichtigen“, betonte der Generalsekretär. Gleichwohl kündigte er an, die Thematik weiter zu verfolgen: „Es bleibt für uns ein wichtiges Zukunftsthema.“
Als nächste Neuerung wird zunächst eine "Time Clock" im Badminton eingeführt – eine Maßnahme, die das Spiel beschleunigen soll. badzine.de berichtete.
Thomas Lund, Generalsekretär der BWF, zeigte sich im Gespräch mit dem dänischen Sender TV2 zwar aufgeschlossen, dämpfte jedoch zugleich die Erwartungen. „Wir wollen die Schiedsrichter so gut wie möglich unterstützen, damit sie die richtigen Entscheidungen treffen. Doch im Vordergrund stehen für uns weiterhin Linien- und Aufschlagentscheidungen“, erklärte Lund. Situationen wie Netzberührungen oder ein Ballkontakt mit der Kleidung seien zwar heikel, kämen jedoch zu selten vor, um den Einsatz umfassender Technik zu rechtfertigen.
Bereits etabliert ist das Challenge-System bei Linienbällen: Zwei Einsprüche pro Satz stehen den Spielern zu, erfolgreiche Korrekturen bleiben erhalten. Diese Möglichkeit soll künftig auf allen Courts verfügbar sein – bislang profitieren nur die Fernsehplätze. Auch beim Aufschlag wird seit Jahren diskutiert, ob Laser die Arbeit der Unparteiischen ersetzen könnten. Der Ball darf höchstens in 115 Zentimetern Höhe getroffen werden, ein Maß, das besonders im Doppel immer wieder Streit auslöst.
Einen umfassenden Videobeweis hält Lund vorerst nicht für realistisch. „Technologie lässt sich nicht von heute auf morgen einführen. Die Zeitfrage spielt eine entscheidende Rolle. Wir haben aus anderen Sportarten gelernt, dass Entscheidungen mit VAR bisweilen sehr lange dauern. Auch das müssen wir berücksichtigen“, betonte der Generalsekretär. Gleichwohl kündigte er an, die Thematik weiter zu verfolgen: „Es bleibt für uns ein wichtiges Zukunftsthema.“
Als nächste Neuerung wird zunächst eine "Time Clock" im Badminton eingeführt – eine Maßnahme, die das Spiel beschleunigen soll. badzine.de berichtete.
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