International 2026.02.10

Startet Badminton in eine neue Ära? Oder platzen die hochgesteckten Visionen erneut wie Seifenblasen?

Startet Badminton in eine neue Ära? Oder platzen die hochgesteckten Visionen erneut wie Seifenblasen?
Symbolfoto [Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Die Badminton World Federation (BWF) und ihr Partner Infront, ein Sportmarketing-Unternehmen aus der Schweiz, haben eine umfassende Neustrukturierung des internationalen Badmintonsports angekündigt.
Ab 2027 sollen die Zahl der im Fernsehen übertragenen Spiele von 1.410 auf rund 3.000 pro Saison steigen. Ziel ist eine größere globale Sichtbarkeit der Sportart und ihrer Spitzenspieler.

Zentrales Element ist die überarbeitete BWF World Tour mit 36 Turnieren in sechs Kategorien. Die fünf Super-1000-Turniere in Asien und Europa werden auf elf Tage erweitert. Einzelwettbewerbe umfassen 48 Spieler mit Gruppen- und K.-o.-Runden, Doppelwettbewerbe 32 Paare im K.-o.-System. Der jährliche Preispool soll auf 26,9 Millionen US-Dollar steigen.

Dieses neue Konzept bietet Gastgebern, Partnern, Medien, Spielern und Fans eine Plattform für Vernetzung, Zusammenarbeit und Innovation und steigert gleichzeitig Reichweite und Prestige der World Tour.

Auch die "Major Championships" werden angepasst. Die Weltmeisterschaften führen eine Gruppenphase ein, die Sudirman Cup Finals sowie die Thomas & Uber Cup Finals werden auf mehr Teams erweitert. Alle drei Turnierserien sollen künftig über zwölf Tage hinweg umfangreich im Fernsehen übertragen werden.

BWF-Präsidentin Khunying Patama Leeswadtrakul erklärte, die Reformen seien darauf ausgerichtet, den Sport für ein globales Publikum zu präsentieren und langfristig wettbewerbsfähige Strukturen zu schaffen. Generalsekretär Thomas Lund betonte die Bedeutung der Spielerzentrierung und die Verbesserung von Spielbedingungen sowie Zuschauererlebnissen.

Zudem sollen Infrastruktur, Spieler-Lounges und digitale Angebote ausgebaut werden, um das Erlebnis für Athleten und Fans zu verbessern und die Sichtbarkeit der Spitzenspieler weltweit zu erhöhen.

Bisher haben sich die Ankündigungen und Zukunftsvisionen der BWF wiederholt als wenig mehr als Absichtserklärungen erwiesen, die in der Praxis kaum umgesetzt wurden. In Europa stagniert die Entwicklung des Sports, und im Vergleich zu Tennis, das oft als Vorbild dient, liegt Badminton deutlich zurück, in vielerlei Hinsicht um mindestens zwei Jahrzehnte.



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