International 2026.02.27

Französischer Freitag in Mülheim

Französischer Freitag in Mülheim
Im Halbfinale: Toma Junior Popov [Foto/LIVE: Sven Heise]
Von Claudia Pauli
Für die Athleten aus Frankreich hätte es bei den YONEX German Open Badminton am Tag der Viertelfinalspiele nicht besser laufen können
Erst zog der amtierende Vizeeuropameister Toma Junior Popov – nach einem kräftezehrenden Dreisatzmatch gegen den Japaner Minoru Koga - ins Halbfinale des Herreneinzelwettbewerbs ein. Kurze Zeit später folgte ihm sein jüngerer Bruder Christo Popov in die Runde der besten vier Spieler, indem er den Turniergewinner von 2023, Ng Ka Long Angus aus Hongkong in zwei engen Sätzen bezwang. Am späten Abend durfte schließlich noch das französische Herrendoppel Julien Maio/William Villeger einen knappen Dreisatzerfolg über Fang-Chih Lee/Fang-Jen Lee aus Taiwan bejubeln.

Herreneinzel: Zweimal Frankreich gegen Taiwan

„Ich bin sehr erleichtert, das waren zwei harte Sätze. Ich wusste, dass es ein hartes Match werden wird, und ich habe am Ende jeden Ballwechsel in meinen Beinen gespürt. Daher bin ich sehr froh, dass ich in zwei Sätzen gewonnen habe. Die Atmosphäre war sehr schön! Dass wir beide im Halbfinale stehen, ist natürlich toll. Mein Bruder und ich werden nun so gut es geht regenerieren“, meinte der 23 Jahre alte Christo Popov nach seiner Viertelfinalpartie. Der aktuelle Weltranglistenfünfte hatte 2024 zum ersten Mal bei dem Turnier der Kategorie „HSBC BWF World Tour Super 300“ den Titel geholt. „Ich bin glücklich und erleichtert. Wir haben uns gegenseitig bis ans Limit gepusht. Es ist sehr schön, hier zu spielen“, so Toma Junior Popov nach seiner Begegnung mit Minoru Koga.

Während der topgesetzte Christo Popov am Samstag (28. Februar 2026) in der Runde der besten vier Herren auf Lin Chun-Yi aus Taiwan trifft, spielt Toma Junior Popov in der unteren Hälfte des Teilnehmerfeldes gegen dessen Nationalmannschaftskollegen Chi Yu Jen (ebenfalls Taiwan) um den Einzug ins Finale.

Dameneinzel: Drei Chinesinnen im Halbfinale

Die Weltranglistenzweite Wang Zhi Yi wahrte am Freitag ebenfalls die Chance, in Mülheim an der Ruhr als Nummer eins der Setzliste den Titel zu holen: Die Chinesin steht im Halbfinale des Dameneinzelwettbewerbs der Japanerin Tomoka Miyazaki gegenüber. In der anderen Vorschlussrundenpartie sind gleich zwei Spielerinnen aus dem „Reich der Mitte“ vertreten: Die an Position zwei notierte Weltranglistenfünfte Han Yue misst sich darin mit Han Qian Xi, die im Ranking des Badminton-Weltverbandes BWF derzeit auf Platz 37 geführt wird.

Herrendoppel: Weitere Begegnung zwischen Landsleuten

Die Franzosen Julien Maio/William Villeger hatten im Achtelfinale das topgesetzte Herrendoppel Aaron Chia/Soh Wooi Yik aus Malaysia aus dem Turnier geworfen und treffen im Halbfinale auf Chiu Hsiang Chieh/Wang Chi-Lin (Taiwan; Weltranglistenplatz 11; Setzplatz 5). Die andere Vorschlussrundenpartie – eine Begegnung zwischen Landsleuten – bestreiten Chen Bo Yang/Liu Yi (China) und Liang Wei Keng/Wang Chang (ebenfalls China).

Damendoppel: Spielerinnen aus Asien dominieren

Bei den Damen kommt es in der Runde der besten vier Paarungen zum Duell zwischen Bao Li Jing/Luo Xu Min (China) und Hsu Ya Ching/Sung Yu-Hsuan (Taiwan) sowie zum Aufeinandertreffen von Li Yi Jing/Wang Yi Duo (China) und Amallia Cahaya Pratiwi/Siti Fadia Silva Ramadhanti (Indonesien).

Mixed: Dreimal Asien, einmal Europa

Im Mixed treffen im Halbfinale Cheng Xing/Zhang Chi (China) und Yang Po-Hsuan/Hu Ling Fang (Taiwan) sowie Hee Yong Kai Terry/Gloria Emanuelle Widjaja (Singapur/Indonesien; Weltranglistenplatz 190) und die an Nummer acht gesetzten Dänen Mads Vestergaard/Christine Busch aufeinander. „Wir stehen zum ersten Mal hier im Halbfinale und sind zufrieden mit dem Level, das wir hier spielen. Das waren bislang alles klare Spiele, sodass wir viel Energie für morgen behalten konnten“, meinte Mads Vestergaard nach dem Sieg im Viertelfinale.

Stoeva-Schwestern ausgeschieden

Ausgeschieden sind am Freitag hingegen u. a. die amtierenden WM-Dritten im Herrendoppel aus Dänemark, Kim Astrup/Anders Skaarup Rasmussen, die viermaligen Europameisterinnen im Damendoppel aus Bulgarien, Gabriela Stoeva/Stefani Stoeva, sowie die an Nummer drei gesetzten Weltranglistensiebten im Mixed, Tang Chun Man/Tse Ying Suet (Hongkong), die 2024 gemeinsam das Turnier gewonnen hatten.



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