Stars 2026.04.28

Badminton-Star spricht offen über mentale Probleme

Badminton-Star spricht offen über mentale Probleme
[Foto/LIVE: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Die französische Badmintonhoffnung Alex Lanier hat über eine schwierige Phase in seiner noch jungen Karriere gesprochen. Der 21 Jahre alte Weltranglistenzehnte berichtete von nachlassender Motivation und mentalen Herausforderungen in den vergangenen Wochen.
Lanier war auf internationaler Ebene früh in Erscheinung getreten, als er mit nur 19 Jahren die Japan Open gewann. Inzwischen gehört er zu den etablierten Spielern im Herreneinzel. Dennoch verlaufen nicht alle Phasen seiner Entwicklung geradlinig. Nach eigenen Angaben fiel es ihm zuletzt schwer, die notwendige Motivation aufrechtzuerhalten. Das äußerte der Europameister von 2025 im großen Interview mit der dänischen TV-Station TV2.

Auslöser war unter anderem das frühe Ausscheiden bei den YONEX All England Anfang März. In der Folge habe er versucht, sich rasch wieder in Form zu bringen, unter anderem bei einem Turnier in Orléans. Dabei sei es zu einem spürbaren Rückgang seiner inneren Antriebskraft gekommen.

Nach den Europameisterschaften legte Lanier eine Pause ein, um sich zu erholen. Diese Zeit habe sich positiv ausgewirkt. Er fühle sich inzwischen wieder stabiler, sehe jedoch weiterhin die Notwendigkeit, an seiner mentalen Verfassung zu arbeiten.

"Das Feuer in mir ist ein wenig ausgebrannt, und das kann im Laufe eines Jahres mit der Motivation passieren. Damit muss ich lernen umzugehen. Mir hat die Motivation gefehlt. Es ist schwerer zu spielen, wenn das innere Feuer nicht brennt. Mein Urlaub hat mir gutgetan, und es geht mir jetzt besser", sagt er gegenüber TV2.

Unterstützung erhielt der Franzose auch durch Trainingseinheiten mit dem dänischen Spieler Anders Antonsen. Beide verbindet ein freundschaftliches Verhältnis. Gemeinsame Trainings hätten ihm sowohl spielerisch als auch mental geholfen, erklärte Lanier.

Der Weltranglistenzehnte äußerte zudem die Einschätzung, dass Phasen nachlassender Motivation im Leistungssport verbreitet seien, jedoch selten offen thematisiert würden. Während laufender Turniere werde darüber in der Regel nicht gesprochen.

Im Hinblick auf den weiteren Verlauf seiner Karriere kündigte Lanier an, sich Rat bei Viktor Axelsen holen zu wollen. Dessen Umgang mit Druck und Konstanz im Leistungssport bezeichnete er als vorbildhaft.

"Er ist wirklich ein gutes Beispiel. Ich würde sehr gerne hören, wie er es geschafft hat, motiviert zu bleiben. Ich glaube nicht, dass ich falsch liege, wenn ich sage, dass auch er Phasen hatte, in denen ihm die Motivation fehlte. Er war einfach zur richtigen Zeit gut", spricht Lanier im Interview mit dem dänischen TV-Sender TV2.



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