International 2026.05.30

Poster-Boy Alex Lanier erreicht das Finale der Singapore Open

Poster-Boy Alex Lanier erreicht das Finale der Singapore Open
[Foto/LIVE: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Alex Lanier (21) hat bei den Singapore Open das Finale erreicht.
Im Halbfinale des Turniers der Kategorie Super 750 setzte sich der 20 Jahre alte Franzose am Samstag gegen den Indonesier Alwi Farhan in zwei Sätzen mit 21:14 und 21:11 durch. Nach seinem Viertelfinalerfolg gegen den Weltranglistendritten Anders Antonsen bestätigte Lanier damit seine derzeit starke Form.

Die Begegnung verlief zunächst ausgeglichen. Bis zur ersten Satzpause hielt Farhan den Anschluss, ehe Lanier das Tempo erhöhte und sich entscheidend absetzte. Der Franzose überzeugte durch präzise Angriffe, variantenreiche Schlagtechnik und ein hohes Maß an Spielkontrolle. Farhan fand über die gesamte Partie hinweg kaum Mittel, um den Rhythmus seines Gegners zu stören.

Für Lanier bedeutet der Finaleinzug eine weitere Bestätigung seiner Entwicklung. Nachdem er im Frühjahr die Orleans Masters gewonnen hatte, anschließend jedoch seinen Europameistertitel nicht verteidigen konnte, präsentiert er sich in Singapur wieder in Bestform. Bei seiner ersten Teilnahme an diesem Turnier war er im vergangenen Jahr bereits in der ersten Runde ausgeschieden.

Es ist das dritte Finale seiner Karriere auf Super 750 Niveau, einer Turnierkategorie, die im Badminton zu den prestigeträchtigsten Veranstaltungen unterhalb der großen Meisterschaften zählt. Sein erstes Finale dieser Stufe gewann Lanier 2024 bei den Japan Open, das zweite verlor er dort ein Jahr später.

Im Endspiel trifft der Franzose auf den Sieger der Partie zwischen dem Japaner Koki Watanabe und dem Singapurer Loh Kean Yew. Gegen beide Spieler konnte Lanier in der Vergangenheit bereits Erfolge verbuchen.

Nach seinem Halbfinalsieg zeigte sich der Franzose zufrieden mit seiner Leistung. Zwar habe er sich körperlich nicht in optimaler Verfassung gefühlt, erklärte er, doch die taktischen Entscheidungen seien ihm gelungen.

„Heute hat sich alles gut angefühlt“, erklärte er nach dem Spiel. „Körperlich war ich vielleicht nicht in meiner absoluten Bestform, aber ich hatte die richtige Spielübersicht. Außerdem habe ich die richtigen taktischen Entscheidungen getroffen. Es macht den Unterschied, wenn man einem Plan folgt, ohne Fehler zu machen. Ich gewinne Vertrauen in mein Spiel. Bei den Flugbahnen können mir Fehler passieren, aber ich gehe jede Aktion mit 100 Prozent an und weiß, dass ich die Beine habe, um auch schwierige Situationen wieder auszubügeln.“

Genau diese Qualitäten wird er auch am Sonntag benötigen.


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