Stars 2026.08.12
Anders Antonsen: Außenseiter mit Anspruch auf Gold

Anders Antonsen [Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Vier WM-Medaillen hat Anders Antonsen bereits gewonnen. Doch der Weg zur nächsten führt durch ein ungewöhnlich dichtes Teilnehmerfeld.
Wenn die Badminton-Weltmeisterschaft Anfang kommender Woche in Neu-Delhi beginnt, wird Anders Antonsen wieder dabei sein. Seit 2017 hat der 29 Jahre alte Däne kein einziges Mal gefehlt. Viermal stand er bereits im Halbfinale des Herreneinzels, dreimal gewann er Bronze, einmal Silber.
Eine weitere Medaille würde ihn in eine Reihe mit Thomas Lund, Peter Gade und Christinna Pedersen stellen. Gold allerdings bleibt vorerst ein Ziel, kein Versprechen.
„Ich freue mich. Das tue ich wirklich“, sagt Antonsen vor seiner Abreise der Tagezeitung "Ekstra Bladet". Die Weltmeisterschaft, so merkt man ihm an, besitzt für ihn ein anderes Gewicht als die gewöhnlichen Stationen des internationalen Kalenders.
Das liegt auch an der zunehmenden Dichte des Spielbetriebs. Die großen Super-1000-Turniere folgen in schneller Folge aufeinander. Viel Zeit, sich auf einen einzelnen Wettbewerb einzustellen, bleibt den Spielern nicht. Die Indonesia Open etwa erscheinen in dieser Logik kaum mehr als eine Station unter vielen.
Vor einer Weltmeisterschaft verändert sich die Wahrnehmung. „Die WM ist noch einmal eine Stufe höher“, sagt Antonsen. Er spüre inzwischen auch das bekannte Kribbeln vor dem Turnier.
Dabei war sein Jahr 2026 bislang keineswegs makellos. Beim Thomas Cup überzeugte er, im Mai gewann er in Thailand. Bei den Super-1000-Turnieren YONEX All England, Indonesia und China Opem allerdings schied er jeweils bereits in der ersten Runde aus.
Antonsen misst diesen Niederlagen dennoch keine übermäßige Bedeutung bei. Mehrfach, sagt er, habe er in engen Begegnungen verloren, die ebenso gut hätten anders ausgehen können. Im heutigen Badminton sei das Feld ungewöhnlich ausgeglichen.
„Alle können jeden schlagen“, sagt er. „Manchmal bin eben ich derjenige, der ausscheidet. Ein anderes Mal sind es die anderen.“
Der Satz klingt beiläufig, beschreibt aber die derzeitige Lage im Herreneinzel recht genau: Die Hierarchie ist - nach dem Rücktritt von Badminton-Ikone Viktor Axelsen - weniger stabil, als es die großen Namen vermuten lassen. Antonsen sieht sich deshalb nicht als klaren Favoriten, sondern als einen unter mehreren Spielern, die den Titel gewinnen können.
Entscheidend werde für ihn weniger die Bilanz der vergangenen Monate sein als die Leistung auf dem Feld. „Für mich geht es um den Einsatz, den ich dort zeige“, sagt er zu "Ekstra Bladet".
Der Anspruch ist damit umrissen. Antonsen reist nicht als sicherer Goldfavorit nach Neu-Delhi. Aber er gehört zu jenen Spielern, an denen auf dem Weg zum Titel kaum jemand vorbeikommt.
Eine weitere Medaille würde ihn in eine Reihe mit Thomas Lund, Peter Gade und Christinna Pedersen stellen. Gold allerdings bleibt vorerst ein Ziel, kein Versprechen.
„Ich freue mich. Das tue ich wirklich“, sagt Antonsen vor seiner Abreise der Tagezeitung "Ekstra Bladet". Die Weltmeisterschaft, so merkt man ihm an, besitzt für ihn ein anderes Gewicht als die gewöhnlichen Stationen des internationalen Kalenders.
Das liegt auch an der zunehmenden Dichte des Spielbetriebs. Die großen Super-1000-Turniere folgen in schneller Folge aufeinander. Viel Zeit, sich auf einen einzelnen Wettbewerb einzustellen, bleibt den Spielern nicht. Die Indonesia Open etwa erscheinen in dieser Logik kaum mehr als eine Station unter vielen.
Vor einer Weltmeisterschaft verändert sich die Wahrnehmung. „Die WM ist noch einmal eine Stufe höher“, sagt Antonsen. Er spüre inzwischen auch das bekannte Kribbeln vor dem Turnier.
Dabei war sein Jahr 2026 bislang keineswegs makellos. Beim Thomas Cup überzeugte er, im Mai gewann er in Thailand. Bei den Super-1000-Turnieren YONEX All England, Indonesia und China Opem allerdings schied er jeweils bereits in der ersten Runde aus.
Antonsen misst diesen Niederlagen dennoch keine übermäßige Bedeutung bei. Mehrfach, sagt er, habe er in engen Begegnungen verloren, die ebenso gut hätten anders ausgehen können. Im heutigen Badminton sei das Feld ungewöhnlich ausgeglichen.
„Alle können jeden schlagen“, sagt er. „Manchmal bin eben ich derjenige, der ausscheidet. Ein anderes Mal sind es die anderen.“
Der Satz klingt beiläufig, beschreibt aber die derzeitige Lage im Herreneinzel recht genau: Die Hierarchie ist - nach dem Rücktritt von Badminton-Ikone Viktor Axelsen - weniger stabil, als es die großen Namen vermuten lassen. Antonsen sieht sich deshalb nicht als klaren Favoriten, sondern als einen unter mehreren Spielern, die den Titel gewinnen können.
Entscheidend werde für ihn weniger die Bilanz der vergangenen Monate sein als die Leistung auf dem Feld. „Für mich geht es um den Einsatz, den ich dort zeige“, sagt er zu "Ekstra Bladet".
Der Anspruch ist damit umrissen. Antonsen reist nicht als sicherer Goldfavorit nach Neu-Delhi. Aber er gehört zu jenen Spielern, an denen auf dem Weg zum Titel kaum jemand vorbeikommt.
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