National 2026.08.20

Ein Sieg und viele Niederlagen

Ein Sieg und viele Niederlagen
Chef-Bundestrainer: Hannes Käsbauer [Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Der Chef-Bundestrainer Käsbauer zieht gemischtes WM-Fazit
Mit dem Ausscheiden von Yvonne Li ist die Badminton-Weltmeisterschaft für das deutsche Team bereits am Mittwoch beendet. Chefbundestrainer Hannes Käsbauer bemühte sich um eine nüchterne Einordnung. Die Bilanz fällt allerdings vor allem ernüchternd aus.

„Ein Sieg, ansonsten viele Niederlagen auf dem Papier. Die WM ist ein Ergebnisturnier, deswegen muss ich das erstmal so stehen lassen“, sagte Käsbauer in einer Pressemeldung des DBV. Tatsächlich war für die deutschen Starterinnen und Starter früh Schluss. Gegen die internationale Spitze blieb die erhoffte Überraschung aus.

Käsbauer verwies auf das hohe Niveau der Gegner. Sämtliche deutschen Teilnehmer trafen im Turnierverlauf auf Spielerinnen oder Spieler, die in der Weltrangliste vor ihnen stehen. Siege seien deshalb „nicht automatisch“ zu erwarten. Das ist richtig. Als Erklärung für das frühe deutsche Ausscheiden reicht es allerdings nur bedingt. Wer dauerhaft Anschluss an die Weltspitze sucht, muss irgendwann auch gegen die besser Platzierten gewinnen.

Von einem enttäuschenden Auftritt ohne Lichtblicke wollte Käsbauer dennoch nicht sprechen. Man habe zwar teilweise keine Bestleistungen gesehen, aber auch keine „Leistungen, die unterste Schublade waren“. Das klingt defensiv, lässt sich aber durchaus als Auftrag verstehen. Das deutsche Badminton muss aus ordentlichen Auftritten bessere Ergebnisse machen.

Etwas Hoffnung macht Yvonne Li. Trotz ihres Ausscheidens gegen die Chinesin Han Yue habe sie auf sehr hohem Niveau gespielt, sagte Käsbauer. Die Leistung stimme ihn für die kommenden Wochen zuversichtlich.

Nun soll die WM analysiert werden. Käsbauer zeigte sich persönlich enttäuscht, betonte aber zugleich den Blick nach vorn. Das Selbstvertrauen müsse im Training zurückgewonnen werden. Für das deutsche Team beginnt damit die eigentliche Arbeit. Bei der nächsten WM dürfte „ordentlich“ allein kaum genügen.


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