International 2026.08.24
Neue Weltmeister, neue Machtverhältnisse

[Foto/LIVE: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
30 Weltmeisterschaften im Herreneinzel, sieben Nationen als Sieger – und zuletzt fünf verschiedene Champions: Die Geschichte der Badminton-WM zeigt, wie sich die Kräfteverhältnisse verändert haben. Alex Lanier setzt mit Frankreichs erstem Titel ein weiteres Ausrufezeichen.
Seit 1977 wird im Badminton der Weltmeister im Herreneinzel gekürt. 30 Titel wurden bislang vergeben und ein Blick auf die Siegerliste zeigt zunächst eine erstaunliche Dominanz: 15 der 30 Weltmeister kommen aus China. Damit ging genau die Hälfte aller Herreneinzel-Titel an das Reich der Mitte.
Auf Platz zwei folgt Indonesien mit sechs Titeln, Dänemark kommt auf vier. Japan stellt zwei Weltmeister, Thailand, Singapur und Frankreich jeweils einen.
Doch die Statistik erzählt noch eine zweite Geschichte: Die Weltspitze ist in den vergangenen Jahren deutlich internationaler geworden.
Lin Dan bleibt die Nummer eins
Kein Spieler hat die Weltmeisterschaft im Herreneinzel häufiger gewonnen als Lin Dan. Der Chinese holte zwischen 2006 und 2013 fünf Titel und steht damit unangefochten an der Spitze.
Seine fünf Triumphe fallen zudem in eine Phase, in der China das Herreneinzel nahezu beherrschte. Zwischen 2006 und 2015 gingen alle acht ausgetragenen Weltmeisterschaften an chinesische Spieler. Lin Dan gewann fünfmal, Chen Jin einmal und Chen Long zweimal.Eine solche Dominanz ist heute kaum noch vorstellbar.
Fünf Weltmeister in fünf Austragungen
Besonders deutlich wird der Wandel seit 2021. In den vergangenen fünf ausgetragenen Weltmeisterschaften gab es fünf verschiedene Sieger:
2021: Loh Kean Yew (Singapur)
2022: Viktor Axelsen (Dänemark)
2023: Kunlavut Vitidsarn (Thailand)
2025: Shi Yuqi (China)
2026: Alex Lanier (Frankreich)
Damit kommen die letzten fünf Weltmeister aus fünf verschiedenen Spieler-Nationen. Zum Vergleich: In der Ära von 2006 bis 2015 konnten sich gerade einmal drei Chinesen den Titel untereinander aufteilen.
Lanier schreibt französische Geschichte
Der jüngste Beleg für die zunehmende Internationalisierung ist Alex Lanier. Der 21-jährige Franzose gewann am Sonntag in Neu-Delhi das WM-Finale gegen den Japaner Kodai Naraoka mit 21:11 und 21:11.
Lanier ist damit Frankreichs erster Weltmeister im Herreneinzel.
Für Frankreich ist der Erfolg besonders bemerkenswert: Noch nie zuvor hatte ein französischer Spieler den WM-Titel im Herreneinzel gewonnen. Lanier setzte damit den Schlusspunkt unter eine historische WM für sein Land – Frankreich gewann 2026 zusätzlich Gold im Mixed durch Thom Gicquel und Delphine Delrue.
Asien bleibt dominant
Trotz der zunehmenden Vielfalt bleibt Badminton im Herreneinzel klar eine asiatisch geprägte Sportart.
Von den 30 Weltmeistertiteln gingen 25 an asiatische Nationen – das entspricht 83,3 Prozent. China allein kommt auf 15 Titel, Indonesien auf sechs, Japan auf zwei sowie Thailand und Singapur auf jeweils einen.
Europa bringt es dagegen auf fünf Titel: vier für Dänemark und nun erstmals einen für Frankreich.
Auf Platz zwei folgt Indonesien mit sechs Titeln, Dänemark kommt auf vier. Japan stellt zwei Weltmeister, Thailand, Singapur und Frankreich jeweils einen.
Doch die Statistik erzählt noch eine zweite Geschichte: Die Weltspitze ist in den vergangenen Jahren deutlich internationaler geworden.
Lin Dan bleibt die Nummer eins
Kein Spieler hat die Weltmeisterschaft im Herreneinzel häufiger gewonnen als Lin Dan. Der Chinese holte zwischen 2006 und 2013 fünf Titel und steht damit unangefochten an der Spitze.
Seine fünf Triumphe fallen zudem in eine Phase, in der China das Herreneinzel nahezu beherrschte. Zwischen 2006 und 2015 gingen alle acht ausgetragenen Weltmeisterschaften an chinesische Spieler. Lin Dan gewann fünfmal, Chen Jin einmal und Chen Long zweimal.Eine solche Dominanz ist heute kaum noch vorstellbar.
Fünf Weltmeister in fünf Austragungen
Besonders deutlich wird der Wandel seit 2021. In den vergangenen fünf ausgetragenen Weltmeisterschaften gab es fünf verschiedene Sieger:
2021: Loh Kean Yew (Singapur)
2022: Viktor Axelsen (Dänemark)
2023: Kunlavut Vitidsarn (Thailand)
2025: Shi Yuqi (China)
2026: Alex Lanier (Frankreich)
Damit kommen die letzten fünf Weltmeister aus fünf verschiedenen Spieler-Nationen. Zum Vergleich: In der Ära von 2006 bis 2015 konnten sich gerade einmal drei Chinesen den Titel untereinander aufteilen.
Lanier schreibt französische Geschichte
Der jüngste Beleg für die zunehmende Internationalisierung ist Alex Lanier. Der 21-jährige Franzose gewann am Sonntag in Neu-Delhi das WM-Finale gegen den Japaner Kodai Naraoka mit 21:11 und 21:11.
Lanier ist damit Frankreichs erster Weltmeister im Herreneinzel.
Für Frankreich ist der Erfolg besonders bemerkenswert: Noch nie zuvor hatte ein französischer Spieler den WM-Titel im Herreneinzel gewonnen. Lanier setzte damit den Schlusspunkt unter eine historische WM für sein Land – Frankreich gewann 2026 zusätzlich Gold im Mixed durch Thom Gicquel und Delphine Delrue.
Asien bleibt dominant
Trotz der zunehmenden Vielfalt bleibt Badminton im Herreneinzel klar eine asiatisch geprägte Sportart.
Von den 30 Weltmeistertiteln gingen 25 an asiatische Nationen – das entspricht 83,3 Prozent. China allein kommt auf 15 Titel, Indonesien auf sechs, Japan auf zwei sowie Thailand und Singapur auf jeweils einen.
Europa bringt es dagegen auf fünf Titel: vier für Dänemark und nun erstmals einen für Frankreich.



