Stars 2026.09.30
Viktor Axelsen: Als die Smartwatch zum Stressfaktor wurde

Viktor Axelsen: Als die Smartwatch zum Stressfaktor wurde [Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Viktor Axelsen setzte früh auf Daten, um Schlaf, Training und Regeneration zu optimieren. Doch irgendwann wurde die Vermessung seines Körpers für den dänischen Olympiasieger selbst zum Problem. Die Folge: Er legte seine Wearables ab.
Schlafscore, Erholungswert, Herzfrequenz – Wearables gehören längst zum modernen Spitzensport. Auch Viktor Axelsen nutzte die Technologie über Jahre, um möglichst viel über seinen eigenen Körper zu erfahren.
Gerade zu Beginn seiner Karriere seien die Daten für ihn äußerst hilfreich gewesen. Doch mit der Zeit entwickelte sich aus dem Optimierungsinstrument eine Belastung.
„Es wurde zu einer Art Besessenheit, weil ich so perfektionistisch mit meinem Körper umging“, sagt Axelsen im Gespräch mit dem dänischen Fernsehsender DR.
Besonders problematisch wurde es, wenn die Messwerte nicht zu seinem eigenen Empfinden passten. Zeigte die Uhr beispielsweise vor einem wichtigen Finale eine schlechte Erholung an, konnte ihn das mental beeinflussen.
Schließlich zog der zweimalige Olympiasieger die Konsequenz und verzichtete auf die Geräte.
Erst den eigenen Körper fragen
Für Jonas Pallesen, psychologischer Berater bei Team Danmark, ist Axelsens Erfahrung kein Einzelfall. Manche Athleten konzentrierten sich zunehmend auf „gute Daten“ statt auf eine gute sportliche Leistung.
Sein Rat: Erst den eigenen Körper einschätzen, dann auf die Uhr schauen.
Auch Sportphysiologe Daniel Karkov sieht Wearables grundsätzlich als wertvolles Werkzeug – allerdings nur als Teil eines größeren Gesamtbildes.
„Wearables sind nur ein kleines Teilchen in einem großen Puzzle“, sagt Karkov. Die Daten könnten helfen, den Körper besser zu verstehen. Sie sollten aber nicht bestimmen, wie ein Athlet sich zu fühlen oder zu trainieren habe.
Eine Warnung für die nächste Generation
Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartwatches, Ringen und anderen Trackern dürfte das Thema für den Spitzensport eher wichtiger als unwichtiger werden.
Axelsen appelliert deshalb an junge Athleten, trotz aller Technik den Kontakt zum eigenen Körper nicht zu verlieren.
Denn die entscheidende Frage ist letztlich nicht, was die Uhr misst. Sondern, wie viel Bedeutung der Sportler dieser Zahl gibt.
Quelle: DR Sporten / Aussagen von Viktor Axelsen, Daniel Karkov und Jonas Pallesen, Team Danmark.
Gerade zu Beginn seiner Karriere seien die Daten für ihn äußerst hilfreich gewesen. Doch mit der Zeit entwickelte sich aus dem Optimierungsinstrument eine Belastung.
„Es wurde zu einer Art Besessenheit, weil ich so perfektionistisch mit meinem Körper umging“, sagt Axelsen im Gespräch mit dem dänischen Fernsehsender DR.
Besonders problematisch wurde es, wenn die Messwerte nicht zu seinem eigenen Empfinden passten. Zeigte die Uhr beispielsweise vor einem wichtigen Finale eine schlechte Erholung an, konnte ihn das mental beeinflussen.
Schließlich zog der zweimalige Olympiasieger die Konsequenz und verzichtete auf die Geräte.
Erst den eigenen Körper fragen
Für Jonas Pallesen, psychologischer Berater bei Team Danmark, ist Axelsens Erfahrung kein Einzelfall. Manche Athleten konzentrierten sich zunehmend auf „gute Daten“ statt auf eine gute sportliche Leistung.
Sein Rat: Erst den eigenen Körper einschätzen, dann auf die Uhr schauen.
Auch Sportphysiologe Daniel Karkov sieht Wearables grundsätzlich als wertvolles Werkzeug – allerdings nur als Teil eines größeren Gesamtbildes.
„Wearables sind nur ein kleines Teilchen in einem großen Puzzle“, sagt Karkov. Die Daten könnten helfen, den Körper besser zu verstehen. Sie sollten aber nicht bestimmen, wie ein Athlet sich zu fühlen oder zu trainieren habe.
Eine Warnung für die nächste Generation
Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartwatches, Ringen und anderen Trackern dürfte das Thema für den Spitzensport eher wichtiger als unwichtiger werden.
Axelsen appelliert deshalb an junge Athleten, trotz aller Technik den Kontakt zum eigenen Körper nicht zu verlieren.
Denn die entscheidende Frage ist letztlich nicht, was die Uhr misst. Sondern, wie viel Bedeutung der Sportler dieser Zahl gibt.
Quelle: DR Sporten / Aussagen von Viktor Axelsen, Daniel Karkov und Jonas Pallesen, Team Danmark.
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