International 2015.02.14
"Gegen Dänemark spielen ist immer cool!"

Josche Zurwonne und Max Schwenger schafften die Wende im EM-Viertelfinale. [Foto (c) Sven Heise]
Von Sven Heise
"Unser Ziel war die Medaille - alle hatten uns schon abgeschrieben!" sagte Michael Fuchs im Badzine-Interview nach dem Viertelfinalsieg. Max Schwenger freute sich schon auf den Gegner am Samstag: "Gegen Dänemark spielen ist immer cool!"
Bis kurz vor Mitternacht kämpfte die deutsche Badminton-Nationalmannschaft gegen Frankreich um den Einzug ins Halbfinale der Team-EM. Erst das abschließende Mixed sorgte für den 3:2-Erfolg - eine Medaille ist damit sicher. Welche es wird, entscheidet sich zunächst im Halbfinale gegen Dänemark am Samstag um 19 Uhr.
Den Auftakt machte der nachnominierte Fabian Roth gegen Lucas Corvee - angefeuert auch vom verletzten Marc Zwiebler und von Dieter Domke, der gegen Schottland das Einzel gespielt hatte. Brice Leverdez, der beste französische Einzelspieler, war nach den Gruppenspielen wegen der internen Querelen um die Europaspiele im Juni in Baku von seinem Verband suspendiert wurden. Aus Solidarität hielten seine Mannschaftskollegen bei der Teamvorstellung sein Trikot hoch. Trotz der Streitigkeiten gingen die Franzosen voll zur Sache. Fabian führte zwar zunächst 11:5, verlor dann aber 16:21, 18:21 gegen Lucas Corvee.
Das Spiel von Karin Schnaase gegen Sashina Vignes Waran war an überraschenden Wendungen kaum zu überbieten - Karin gewann den ersten Satz 21:17 und führte im zweiten 16:11. Sashina gab jedoch nicht auf und glich mit 21:18 aus. Im dritten Satz lag Karin schon mit 10:0 und 15:4 vorne, aber wieder drehte die Französin das Match und gewann 21:19.
Als dann auch noch Max Schwenger und Josche Zurwonne den ersten Satz verloren, waren die deutschen Hoffnungen beim Stand von 0:2 auf ein Minimum gesunken. Die Deutschen Meister ließen sich nicht beeindrucken - ihr Dreisatzerfolg mit 14:21, 21:19, 21:19 war der Wendepunkt in der Begegnung.
"Wir wussten, wenn wir verlieren, ist es vorbei. Aber wir haben gar nicht so auf das Ergebnis geschaut und probiert, unser Spiel zu machen. Am Anfang ist es uns ein bisschen schwer gefallen, weil die Franzosen gut begonnen haben. Dann sind wir reingekommen und am Ende war es egal wie, Hauptsache gewonnen!" erklärte Max Schwenger nach dem Spiel.
Im folgenden Damendoppel spielten Johanna Goliszewski und Carla Nelte konzentriert und sicher und glichen durch das 21:11, 21:18 gegen Emilie Lefel und Delphine Lansac aus. "Es war eine ähnliche Situation wie gestern - wir wussten, dass wir den Punkt holen müssen und das haben wir dann auch gemacht. Zwischendurch war es ein bisschen holprig, aber wir waren immer sicher, dass wir das 2:2 holen." analysierte Johanna die starke Leistung der Deutschen Meisterinnen.
Wie am Vortag fiel die Entscheidung im Mixed. Michael Fuchs und Birgit Michels egalisierten im ersten Satz gegen Gaetan Mittelheisser und Audrey Fontaine einen 17:20-Rückstand und wehrten insgesamt fünf Satzbälle ab. Mit 24:22, 21:17 brachten sie das deutsche Team ins Halbfinale.
"Ich war zu Beginn des Spiels sehr nervös", gab Michael Fuchs zu. "Vier, fünf ganz einfache Bälle aus dem Halbfeld ins Aus gespielt, das darf nicht passieren! Aber das ist eigentlich auch nicht mein normales Spiel. Dann mussten wir über Tempo gehen, da waren die Franzosen sehr gut. Für das weiche Spiel, das ihnen weniger liegt, waren wir am Anfang zu nervös. Im entscheidenden Moment ist das Spiel dann zum Glück gekippt. Der erste Satz war ganz wichtig für das Spiel. Im zweiten Satz hatten wir immer so zwei, drei Punkte Vorsprung und das hat gereicht."
"Unser Ziel war hier die Medaille - alle hatten uns schon abgeschrieben, schon aus der Gruppe!" so Michael Fuchs weiter. "Ich bin fest überzeugt, dass uns ein Spiel gegen Spanien gut getan hätte, um uns noch mehr zu finden. So hatten wir gestern das Spiel zum Reinkommen und das war nicht so erfolgreich. Um so schöner, dass wir dann eine zweite Chance bekommen haben. Es war natürlich das leichteste Los gegen Frankreich, aber wir haben die Chance genutzt und darauf sind wir stolz. Die Franzosen haben ein sehr gutes Turnier gespielt und sind mit einem Sieg gegen Russland Gruppensieger geworden. Aber so geht es manchmal - die Russen gewinnen heute gegen die Schotten und wir gegen die Franzosen. Alle drei Doppel haben die Nerven behalten - bei 0:2 auf's Feld zu gehen ist genauso schwer oder sogar noch schwerer als bei 2:2, von daher haben Josche und Max das super gemacht. Wir sind happy, dass wir die Medaille haben!"
Auch Johanna Goliszweski freute sich nach der Vorbereitung, die durch Krankheiten und verletzungsbedingte Ausfälle beeinflusst war: "Es war sehr turbulent in den letzten Wochen für das ganze Team, aber wir sind ganz froh, dass es so ausgegangen ist und wir die Medaille sicher haben."
"Gegen Dänemark spielen ist immer cool - wir sind der Underdog und können frei aufspielen. Wir probieren alles, um sie zu ärgern und vielleicht eine Überraschung zu schaffen!" verspricht Max Schwenger den deutschen Fans.
Im anderen Halbfinale am Samstag treffen um 14 Uhr in der Sportoase in Leuven England und Russland aufeinander.
Einen Livestream gibt es bei Badminton Europe.
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Den Auftakt machte der nachnominierte Fabian Roth gegen Lucas Corvee - angefeuert auch vom verletzten Marc Zwiebler und von Dieter Domke, der gegen Schottland das Einzel gespielt hatte. Brice Leverdez, der beste französische Einzelspieler, war nach den Gruppenspielen wegen der internen Querelen um die Europaspiele im Juni in Baku von seinem Verband suspendiert wurden. Aus Solidarität hielten seine Mannschaftskollegen bei der Teamvorstellung sein Trikot hoch. Trotz der Streitigkeiten gingen die Franzosen voll zur Sache. Fabian führte zwar zunächst 11:5, verlor dann aber 16:21, 18:21 gegen Lucas Corvee.
Das Spiel von Karin Schnaase gegen Sashina Vignes Waran war an überraschenden Wendungen kaum zu überbieten - Karin gewann den ersten Satz 21:17 und führte im zweiten 16:11. Sashina gab jedoch nicht auf und glich mit 21:18 aus. Im dritten Satz lag Karin schon mit 10:0 und 15:4 vorne, aber wieder drehte die Französin das Match und gewann 21:19.
Als dann auch noch Max Schwenger und Josche Zurwonne den ersten Satz verloren, waren die deutschen Hoffnungen beim Stand von 0:2 auf ein Minimum gesunken. Die Deutschen Meister ließen sich nicht beeindrucken - ihr Dreisatzerfolg mit 14:21, 21:19, 21:19 war der Wendepunkt in der Begegnung.
"Wir wussten, wenn wir verlieren, ist es vorbei. Aber wir haben gar nicht so auf das Ergebnis geschaut und probiert, unser Spiel zu machen. Am Anfang ist es uns ein bisschen schwer gefallen, weil die Franzosen gut begonnen haben. Dann sind wir reingekommen und am Ende war es egal wie, Hauptsache gewonnen!" erklärte Max Schwenger nach dem Spiel.
Im folgenden Damendoppel spielten Johanna Goliszewski und Carla Nelte konzentriert und sicher und glichen durch das 21:11, 21:18 gegen Emilie Lefel und Delphine Lansac aus. "Es war eine ähnliche Situation wie gestern - wir wussten, dass wir den Punkt holen müssen und das haben wir dann auch gemacht. Zwischendurch war es ein bisschen holprig, aber wir waren immer sicher, dass wir das 2:2 holen." analysierte Johanna die starke Leistung der Deutschen Meisterinnen.
Wie am Vortag fiel die Entscheidung im Mixed. Michael Fuchs und Birgit Michels egalisierten im ersten Satz gegen Gaetan Mittelheisser und Audrey Fontaine einen 17:20-Rückstand und wehrten insgesamt fünf Satzbälle ab. Mit 24:22, 21:17 brachten sie das deutsche Team ins Halbfinale.
"Ich war zu Beginn des Spiels sehr nervös", gab Michael Fuchs zu. "Vier, fünf ganz einfache Bälle aus dem Halbfeld ins Aus gespielt, das darf nicht passieren! Aber das ist eigentlich auch nicht mein normales Spiel. Dann mussten wir über Tempo gehen, da waren die Franzosen sehr gut. Für das weiche Spiel, das ihnen weniger liegt, waren wir am Anfang zu nervös. Im entscheidenden Moment ist das Spiel dann zum Glück gekippt. Der erste Satz war ganz wichtig für das Spiel. Im zweiten Satz hatten wir immer so zwei, drei Punkte Vorsprung und das hat gereicht."
"Unser Ziel war hier die Medaille - alle hatten uns schon abgeschrieben, schon aus der Gruppe!" so Michael Fuchs weiter. "Ich bin fest überzeugt, dass uns ein Spiel gegen Spanien gut getan hätte, um uns noch mehr zu finden. So hatten wir gestern das Spiel zum Reinkommen und das war nicht so erfolgreich. Um so schöner, dass wir dann eine zweite Chance bekommen haben. Es war natürlich das leichteste Los gegen Frankreich, aber wir haben die Chance genutzt und darauf sind wir stolz. Die Franzosen haben ein sehr gutes Turnier gespielt und sind mit einem Sieg gegen Russland Gruppensieger geworden. Aber so geht es manchmal - die Russen gewinnen heute gegen die Schotten und wir gegen die Franzosen. Alle drei Doppel haben die Nerven behalten - bei 0:2 auf's Feld zu gehen ist genauso schwer oder sogar noch schwerer als bei 2:2, von daher haben Josche und Max das super gemacht. Wir sind happy, dass wir die Medaille haben!"
Auch Johanna Goliszweski freute sich nach der Vorbereitung, die durch Krankheiten und verletzungsbedingte Ausfälle beeinflusst war: "Es war sehr turbulent in den letzten Wochen für das ganze Team, aber wir sind ganz froh, dass es so ausgegangen ist und wir die Medaille sicher haben."
"Gegen Dänemark spielen ist immer cool - wir sind der Underdog und können frei aufspielen. Wir probieren alles, um sie zu ärgern und vielleicht eine Überraschung zu schaffen!" verspricht Max Schwenger den deutschen Fans.
Im anderen Halbfinale am Samstag treffen um 14 Uhr in der Sportoase in Leuven England und Russland aufeinander.
Einen Livestream gibt es bei Badminton Europe.
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