International 10.04.2019

Singapore Open: Lin Dan hört einfach auf

Singapore Open: Lin Dan hört einfach auf
[Foto/LIVE: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Plötzliches Ende eines heiß erwarteten Duells in Runde eins der Singapore Open (Super 750): Lin Dan hört beim Stand von 13-20 im ersten Satz gegen Viktor Axelsen einfach auf.
Der fünffache Weltmeister aus China soll sich von Schieds- und Linienrichtern betrogen gefühlt haben.

Der dänische Fernsehsender TV 2 SPORT sprach mit dem Nationaltrainer Thomas Stavngaard, der das Match als Coach verfolgt hat. "Lin Dan startete furios ins Match. Ich glaube, er war 6-0 in Führung. Dann gab es einen strittigen Ball, der aus meiner Sicht klar im Aus war. Er wurde aber für Viktor gut gegeben - zur großen Verärgerung von Lin Dan. Ab diesem Zeitpunkt war Viktor wieder im Spiel."

"Dann gab es noch eine Szene beim Stand von 20-13. Lin Dan glaubte, es wurde erneut gegen ihn entschieden. Ich denke aber, dass hier alles korrekt war."

Kein "Challenge" auf dem Nebenfeld

Ein "Challenge" ist bei Erstrundenspielen lediglich auf dem TV-Court möglich. Gegenüber chinesischen Medien erklärte Lin Dan zudem: "Ein Match zwischen zwei großen Spielern sollte nicht auf Court 4 stattfinden."

Der Referee versuchte wohl noch, Lin Dan davon abzuhalten, einfach aufzuhören. Aber ohne Chance: Unter lauten Buhrufen des Publikums verliess der ehemalige Weltranglisten-Erste das Spielfeld.

Weltverband spielt Szene herunter

Für den Badminton-Weltverband BWF gab es offenbar keinen "Skandal". Auf der Webseite der BWF heißt es dazu lapidar: Aufgrund eines Krampfes im linken Oberschenkel musste Lin Dan sein Erstrundenspiel aufgeben.

"Die Malaysia Open waren ein intensives Turnier mit vielen langen Spielen. Ich wollte vor dem Sudirman-Cup keine ernsthafte Verletzung risikieren", erklärte der 36-Jährige gegenüber der BWF.