International 2021.08.01

Chen Yu Fei setzt chinesische Erfolgstradition fort

Chen Yu Fei setzt chinesische Erfolgstradition fort
Chen Yu Fei aus China [Foto/LIVE: BadmintonPhoto]
Von Bernd Volker-Brahms
Die 23-jährige Chinesin Chen Yu Fei hat in Tokio das Dameneinzel gewonnen.
Die topgesetzte Asiatin, die pandemiebedingt anderthalb Jahre keine Turniere bestritten hatte, setzte sich in einem hochklassigen Endspiel nach 81 Minuten mit 21:18, 19:21, 21:18 gegen die 27-jährige Weltranglistenerste Tai Tzu Ying aus Taiwan durch.

Chen Yu Fei, die im Viertelfinale fast schon von der 19-jährigen Südkoreanerin An Se-young an den Rand einer Niederlage gebracht worden war, hatte sich im Turnier immer weiter gesteigert. Im Finale schenkten sich die beiden Kontrahentinnen nichts.

Ende des zweiten Satzes schien das Spiel zu Gunsten von Tai Tzu Ying zu kippen. Im dritten Satz konnte Chen Yu Fei jedoch eine 10:3-Führung herausspielen, ehe die Taiwanesin noch auf 18:20 herankommen konnte. Die Chinesin verwandelte ihren zweiten Matchball.

Die 27-Jährige Tai Tzu Ying hat bereits dreimal die YONEX All England gewonnen und ist mit bislang 1,7 Millionen US-Dollar die am besten verdienende Badmintonspielerin in der Historie. Sie gab alles und kämpfte um jeden Punkt. Sie musste dabei oft ein hohes Risiko gehen, um zu Punkten zu kommen. Es gab viele knappe Bälle. Am Ende entschieden wenige Punkte.

Chen Yu Fei setzt eine Tradition von chinesischen Siegen im Dameneinzel fort, denn bereits drei andere Landsfrauen konnten in der Vergangenheit die Goldmedaille gewinnen. 2016 hatte allerdings die Spanierin Carolina Marin als erste Europäerin gewonnen. Die Spanierin musste aufgrund einer Verletzung auf die Teilnahme in Tokio verzichten.

Bronze für P.V. Sindhu

Die Inderin Pusarla Venkata Sindhu gewann die Bronzemedaille. Die 26-jährige Weltmeisterin setzte sich im Bronzespiel gegen die Chinesin He Bing Jiao mit 21:13, 21:15 durch. Die Inderin hatte vor fünf Jahren in Rio die Silbermedaille gewonnen.





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