Stars 04.11.2019

Marc Zwiebler: Karriere nach dem Verletzungsaus

Marc Zwiebler: Karriere nach dem Verletzungsaus
Marc Zwiebler [Foto/Archiv: Julian Pletz]
Von Eva Christian
Als Wunder beschreibt Marc Zwiebler seinen Erfolg im Badmintonsport. Das erste Aus kam bereits mit 21 - doch knapp eineinhalb Jahre später folgte ein riesiges Comeback.
SAZsport: Herr Zwiebler, was sehen Sie als größtes Highlight in Ihrer Karriere?
Marc Zwiebler: Vom Wettkampf her wäre das der Europameistertitel im Herreneinzel 2012. Das ist der prestigeträchtigste Titel, weil ich auch der erste Deutsche seit damals 40 Jahren war, der diesen Titel holen konnte. Rückblickend sind für mich aber einige eher kleinere Turniere wichtig. Diese Turniere waren für mich ein persönlicher Erfolg, weil ich meine Verletzung überwunden hatte.

SAZsport: Sie waren schon in jungen Jahren sehr erfolgreich, waren 19-mal Deutscher Jugend- und Juniorenmeister. Wie hat das Ihre Jugend geprägt?
Zwiebler: Der Sport hat ab etwa 16 Jahren alles dominiert. In dem Alter habe ich das Gymnasium verlassen, weil es Probleme wegen der turnierbedingten Fehlzeiten gab. Ich habe dann eine kaufmännische Ausbildung bei einem Unternehmen absolviert, das mir Freiraum gegeben hat. Damit habe ich mir neben dem Sport ein stabiles zweites Standbein geschaffen. Nach der Ausbildung wurde ich mit gerade einmal 19 Jahren in die Nationalmannschaft aufgenommen. Parallel leistete ich meinen Wehrdienst und war in dieser Zeit in der Sportfördergruppe der Bundeswehr. In diese Zeit fiel auch mein erster Titel als Deutscher Meister bei den Senioren. Eigentlich sah alles damals ganz gut aus.

SAZsport: Es kam dann aber ganz anders.
Zwiebler: Ab 2006 fing eine harte Zeit an. Ich bekam starke Rückenschmerzen und die Diagnose lautete Bandscheibenvorfall. Ich war damals erst 21 Jahre alt. Ich habe zig Ärzte und Physiotherapeuten in ganz Deutschland aufgesucht, aber im Laufe eines Jahres ging es stetig bergab. Zeitweise ging es mir so schlecht, dass ich nur mit Hilfe aus dem Bett aufstehen konnte. An Sport war da nicht mehr zu denken. Das einzige Ziel war nur noch, mich einigermaßen bewegen zu können.

Link zum vollständigen Interview: "Karriere nach dem Verletzungsaus"

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