Kolumne 03.11.2019

Sport - ein Sprachrohr für Frieden

Sport - ein Sprachrohr für Frieden
Symbolfoto [Foto: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
In den vergangenen Monaten hat es kaum eine Berichterstattung aus Hong Kong gegeben, die sich nicht ausschließlich um die Unruhen, Aufstände und den Einfluss chinesischer Mächte im Stadtstaat dreht.
Das verwundert auch nicht wirklich, denn was sich dort aktuell abspielt, ist ein Fingerzeig darüber, wie konsequent und vehement China in der Region vorgeht, um die eigenen Interessen durchzudrücken. Ob Hong Kong nach Ablauf der 50-jährigen Unabhängigkeit in der nahen Zukunft von China "geschluckt" wird oder nicht, wird nur die Zeit mitteilen. In diesen unruhigen Zeiten ist es daher wichtiger denn je, sich auf positive Aspekte des zivilen Lebens zu besinnen, um zumindest noch einen Restfunken Hoffnung zu bewahren. Sport hat es in der Vergangenheit immer wieder geschafft, Brücken zu bauen und Frieden anzuregen.

Hong Kong Open

Vielleicht klappt das ja auch mit Badminton und Hong Kong. Denn hier finden aktuell im November die alljährlichen Hong Kong Open statt. Wie jedes Jahr kommen also wieder die besten Einzel-, Doppel- und Mixedspieler in die Stadt, um sich vor einem internationalen und sehr engagierten Publikum zu messen. Dieses Jahr sind zwar die Sicherheitsmaßnahmen ein wenig intensiver als bei vergangenen Turnieren, aber das ist abzusehen. Immerhin gilt es auch, den Spieler und Fans Sicherheit zu garantieren, sowie sich nach außen hin als souverän und sicher zu präsentieren. Die bisherigen Paarungen haben schon mal darauf hingewiesen, dass sich die Profis wenig bis gar nicht mit den Unruhen auf den Straßen befassen, vielleicht sollten sie das auch nicht. Denn auch wenn Sport Brücken bauen kann, ob Sport immer und zu jeder Zeit politisch sein muss, das steht auf einem anderen Blatt.

Mehr Interaktionen mit Fans

Badminton in Hong Kong sorgt also dafür, dass der Sport auch international mehr und mehr Anerkennung und Aufmerksamkeit erhalten kann. Für Fans und Freunde guter Unterhaltung bedeutet dies also, dass man sich neue Sportarten vorstellen kann. Neben Besuchen im virtuellen SlottyVegas Casino bieten auch jene bei Badminton-Spielen neue Erfahrungen. Zumal die deutschen Bundesligen im Badminton noch immer dadurch bestechen, dass sie fast primär auf Dörfern und in kleinen Gemeinden stattfinden. Ein Blick auf die Teilnehmer lässt erkennen, dass man hier oft per "Du"ist, die ganz großen Stars spielen in den bekannten Ligen Asiens. Sollte der Sport also auch hier aus der Grauzone rauskommen wollen, so sollte man darüber nachdenken, vermehrt in größere Städte Vereine aufzuziehen. Abgesehen von Berlin gibt es in den ersten beiden Ligen keinen Verein aus einer Stadt größer als 200.000 Einwohner.

Weltweit ein wenig zurück

Auch sportlich wird man von Deutschen in Hong Kong dieses Jahr nicht viel hören. Zwar hat sich der Sport hierzulande ein wenig verbessert und mehr ins Rampenlicht gespielt, aber noch immer gehört man nicht ansatzweise zur Elite des Sports. Dies langfristig und auch nachhaltig zu ändern kann ein wenig dauern, aber es ist im Allgemeinen schon mal ein sehr guter Ansatz, wenn die internationale Sportgemeinschaft aktuell nach Hong Kong guckt. Und nicht wegen der Proteste, sondern um zu sehen, dass Sport immer noch ein Heilmittel für Probleme sein kann.