Kolumne 2021.06.20

Die deutschen DBV-Athleten im Kurzportrait

Die deutschen DBV-Athleten im Kurzportrait
Yvonne Li [Foto: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
In wenigen Wochen beginnen endlich die Olympischen Spiele in Tokio. Auch der DOSB schickt seine Athleten nach Japan und hofft auf jede Menge olympisches Edelmetall. Das gilt natürlich auch für die deutschen Badminton-Spieler und Spielerinnen des DBV. Nach der etwas holprigen Qualifikation, die von Termin-Verschiebungen und Turnier-Absagen geprägt war, stehen nun auch unsere Athleten für Olympia fest. Wir stellen die vier DBV-Spieler und Spielerinnen kur vor und werfen einen Blick auf ihre Chancen in Tokio.
Die ganze Welt freut sich auf Olympia

Mehr als vier Jahre musste die Sportwelt nun auf die Olympischen Spiele warten. Nicht nur Athleten und Fans freuen sich auf die Sommerspiele, sondern auch die Sponsoren. Eine Großveranstaltung wie die Olympischen Spiele bringt nämlich immer eine Menge Publicity mit sich. Ob Videospiel-Produzenten, Getränkehersteller oder Wettanbieter - alle wollen ein Stück vom Olympia-Kuchen abhaben. Der Software Hersteller Sega hat beispielsweise bereits im vergangenen Jahr das offizielle Olympia-Videospiel für PlayStation, XBoxs und Co. vorgestellt. Auch die Coca Cola Company bringt passend zu den Olympischen Spielen eine Sonderedition heraus. Gleiches gilt für die zahlreichen Buchmacher. Betway beispielsweise bietet schon für verschiedene Sportarten Quoten an. Im Basketball sind die Herren der USA zum Beispiel der klare Favorit mit einer Wettquote von 1,20. Olympia hat eben für alle etwas zu bieten.

BWF bestätigt Teilnehmer für Tokio

Eigentlich sollte die ursprüngliche Qualifikationsphase bis Mitte Juni andauern. Nun standen die insgesamt 172 Teilnehmer für Tokio schon vorher fest. Jeweils 38 Herren und Damen treten in den Einzeldisziplinen an. 32 Spieler und Spielerinnen gehen in den Doppel-Wettbewerben an den Start und 32 weitere Spieler und Spielerinnen spielen das Mixed. Für den DBV haben sich Kai Schäfer für das Herreneinzel, Yvonne Li für das Dameneinzel sowie Mark Lamsfuß und Marvin Seidel für das Herrendoppel qualifiziert. Mark Lamsfuß geht zudem mit Isabel Herttrich im Mixed an den Start. Für DBV-Chef Martin Kranitz ist dies eine gute Ausbeute: „Unser Ziel bestand schon darin, dass wir uns in allen fünf Disziplinen für Tokio qualifizieren. In den Doppeldisziplinen ist in Europa allerdings in der Breite eine sehr große Stärke vorhanden, insbesondere im Mixed. Daher ist die Qualifikation in zwei von drei Doppeldisziplinen ein gutes Ergebnis“, so der Sportdirektor des DBV.

Yvonne Li als Medaillenhoffnung?

Als beste deutsche DBV-Athletin belegt Yvonne Li derzeit Platz 42 in der Weltrangliste. Mit ihrem Debüt im Oktober 2014 avancierte sie zur jüngsten Badminton-Nationalspielerin. Mit dem fünften Platz bei der EM konnte sie zwar ihre Bronzemedaille von 2018 nicht verteidigen, allerdings will Li in Tokio unbedingt olympisches Edelmetall holen. Trotzdem schätzt sie ihre Chancen auch realistisch ein und weiß, dass sie noch viel lernen muss, um sich auf Dauer in der Weltspitze festzusetzen.

Mark Lamsfuß im Doppel

Auch Mark Lamsfuß hatte während der Qualifikation für Olympia immer wieder mit Rückschlägen zu kämpfen. Zusammen mit seinem Partner Marvin Seidel konnte Lamsfuß vor wenigen Wochen noch die Silbermedaille bei der Europameisterschaft gewinnen. Zudem wird Lamsfuß mit Isabel Herttrich im Mixed antreten. Vielleicht ist nach dem dritten Platz bei der Europameisterschaft ja auch in Tokio olympisches Edelmetall möglich.

Herttrich geht mit Lamsfuß ins Mixed

Trotz der Übermacht aus den asiatischen Ländern hat es für Isabel Herttrich im Mixed für ein Ticket gereicht. Sie darf zusammen mit Mark Lamsfuß beim Olympischen Mixed-Turnier antreten. Bei den Denmark Open 2020 haben die beiden mit dem Triumph bereits für einen sensationellen Achtungserfolg gesorgt und auch anschließend starke Leistungen gezeigt. Da im Mixed nur 16 Plätze vergeben werden, kann allein die Qualifikation schon als Erfolg gewertet werden. Doch die beiden wollen natürlich mehr als nur dabei sein.

Das sind die Favoriten bei den Olympischen Spielen

Mit Lamsfuß, Seidel, Li, Schäfer und Herttrich sind die DBV-Athleten also in vier von fünf Disziplinen vertreten. Zu den Favoriten gehören allerdings andere. Im Herreneinzel ist es sicher Kento Momota, der zu den größten Goldkandidaten zählt. Seit gut zwei Jahren steht der Japaner an der Spitze der Weltrangliste. Die Olympischen Spiele werden also zu einem Heimspiel. Dementsprechend groß sind seine Chancen auf Gold. Dahinter müssen aber auch die Dänen genannt werden. Viktor Axelsen und Anders Antonsen rechnen sich beiden Chancen auf olympisches Edelmetall aus. Bei den Damen sind es die Chinesin Chen Yu Fei, die Japanerin Nozomi Okuhara sowie die Spanierin Carolina Marin, die zu den großen Favoriten in Tokio zählen.

Mit fünf Athleten und Athletinnen fährt der DBV also nach Tokio. Auch wenn die Favoriten andere sind, können sich Mark Lamsfuß, Marvin Seidel, Kai Schäfer, Yvonne Li und Isabel Herttrich auf die Olympischen Spiele freuen. Und wer weiß – vielleicht ist ja sogar eine Überraschung drin.





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