International 2021.07.27

Mark Lamsfuß: "Wir sind beide sehr frustriert"

Mark Lamsfuß:
Marvin Seidel und Mark Lamsfuß [Foto/LIVE: BadmintonPhoto]
Von Bernd-Volker Brahms
Das deutsche Badmintondoppel Mark Lamsfuß und Marvin Seidel hat sich mit einem Sieg im dritten Gruppenspiel aus dem olympischen Turnier in Tokio verabschiedet. Die Vizeeuropameister besiegten die amerikanischen Brüder Phillip Chew und Ryan Chew mit 21:10, 21:16.
Zuvor hatte am Dienstag bereits Kai Schäfer im Herreneinzel gegen den Engländer Toby Penty seine letzte Partie ausgetragen, die er mit 18:21, 11:21 verlor.

"Es war definitiv cool, hier noch einmal in der schönen Halle spielen zu dürfen", sagte Mark Lamsfuß nach der Partie. Es sei aber auch eine schwierige Situation gewesen. "Wir sind beide sehr frustriert." Heute sei ein Sieg im letzten Gruppenspiel Pflicht gewesen. Das erledigten die beiden dann in 29 Minuten.

"Es ist schade, dass wir zuvor nicht unsere Chance nutzen konnten", sagte Mark Lamsfuß. Das Doppel hatte couragiert in den Gruppenspielen gegen zwei in der Weltrangliste höher platzierte Paarungen aus Japan und China gespielt, am Ende aber verloren. Auch im Mixed war Mark Lamsfuß mit Isabel Herttrich in den Gruppenspielen knapp ausgeschieden. "Ich schöpfe aus dem Turnier viel Motivation", sagte Lamsfuß. In drei Jahren werde man auf jeden Fall "noch ganz anders aufschlagen".

Im Fernsehen konnten viele die Spiele der Deutschen verfolgen. "Das haben schon sehr viele gesehen", sagte Marvin Seidel. Teilweise hatte es mehr als 1,6 Millionen Zuschauer bei den Übertragungen gegeben. "Es ist natürlich doppelt bitter, wenn man dann so abgeschossen wird", sagte Marvin Seidel. "Wir wollten zeigen, was wir können. Das haben wir leider nicht ganz so hinbekommen", sagte Mark Lamsfuß selbstkritisch.

"Unsere Spieler haben gute Leistungen abgerufen, leider hat das I-Tüpfelchen gefehlt", sagte Sportdirektor Martin Kranitz vom Deutschen Badminton Verband (DBV). Besonders bitter, sei es gewesen, dass das Mixed Mark Lamsfuß und Isabel Herttrich den Sprung ins Viertelfinale nicht geschafft habe, sagt er. Beide hatten nur knapp im entscheidenden Spiel gegen Tang Chun Man und Tse Ying Suet aus Hongkong verloren. "Ich bin aber zuversichtlich für die Zukunft", sagte Kranitz. Die Spieler seien alle noch jung genug, um in drei Jahren wieder dabei zu sein. In anderthalb Jahren startet bereits wieder die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Paris.





Anzeige


Anzeige
Anzeige