International 2021.10.08

'So dumm kann doch keiner sein'

'So dumm kann doch keiner sein'
Hans-Kristian Vittinghus [Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Laut dänischen Medien haben mehrere Spieler gegen die Corona-Beschränkungen während des Thomas & Uber Cup-Finals in Dänemark verstoßen.
"Wir kann man so dumm sein, die Regeln zu brechen und dann Bilder auch noch zu posten."

Der dänische Nationalspieler Hans-Kristian Vittinghus ist verwirrt und verärgert zugleich, dass an verschiedenen Orten in Aarhus WM-Spieler aus Kanada, Taiwan, Indien, Ägypten und China in Restaurants, Supermärkten Geschäften gesehen wurden. Mehrere Spieler haben sogar Bilder davon in den sozialen Medien geteilt.

"Zunächst einmal denke ich, dass die Spieler sich den aktuellen Regeln nicht bewusst sein können. In der Kommunikation mit den Spielern muss etwas schief gelaufen sein. Ich weiß nicht, bei wem die Verantwortung liegt", sagt Vittinghus zu TV 2 SPORT.

Am Donnerstag berichtete TV 2 SPORT, dass mehrere WM-Spieler aus verschiedenen Ländern am Mittwoch vor dem Thomas-/Uber-Cup gegen grundlegende Corona-Beschränkungen in Dänemark verstoßen haben.

Während des Turniers müssen sich alle Spieler aufgrund der Corona-Pandemie in einer sogenannten "Grünen Zone" aufhalten. Konkret bedeutet dies, dass sich Spieler nur in ihrem Hotel oder in der Badmintonhalle aufhalten dürfen.

Die Spieler dürfen jedoch gerne im Freien spazieren gehen oder laufen, müssen jedoch den Kontakt mit der Öffentlichkeit vermeiden.

Vor allem asiatische Länder sind von der anhaltenden Pandemie hart getroffen, weshalb es laut Hans-Kristian Vittinghus etwas verwunderlich ist, dass vor allem Asiaten die Beschränkungen gebrochen haben.

"Ich gehe davon aus, dass die Beschränkungen in erster Linie dazu dienen, den asiatischen Ländern ein sicheres Gefühl zu geben. Und dann erscheint es völlig verrückt, wenn es dann Asiaten sind, die die Regeln brechen", sagt er.

"Wir beabsichtigen, uns an die geltenden Regeln zu halten. Natürlich respektieren wir die Arbeit, die geleistet wurde, um dieses Turnier zu einem Erfolg zu machen."

"Insgesamt sind wir einfach super glücklich, dass das Turnier stattfindet", sagt Hans-Kristian Vittinghus.

Es gibt Hinweise darauf, dass die Spielerinnen und Spieler über die aktuellen Corona-Einschränkungen im Zusammenhang mit dem Turnier nicht richtig informiert wurden.

Vittinghus sagt auf jeden Fall, dass er mit einem der kanadischen Spieler in Kontakt getreten ist, der die Blase gebrochen hat. Und laut Vittinghus war dem Kanadier nicht bewusst, dass man im Zusammenhang mit den Beschränkungen nicht in ein Restaurant gehen darf.

Der Badminton-Weltverband (BWF) übermittelte auf Anfrage folgendes Statement:

"Die BWF ist sich bewusst, dass einige Spieler die Sicherheitsprotokolle der BWF verletzen. Die Spieler dürfen draußen laufen oder rennen, aber sowohl die Spieler als auch alle am Turnier Beteiligten werden gebeten, den Kontakt mit Personen außerhalb der grünen Zone zu minimieren, indem sie nicht mit der Öffentlichkeit interagieren. Die BWF werde sich den Fall intern genauer anschauen und entscheiden, inwieweit wir Verwarnungen oder Sanktionen aussprechen."

Der Thomas-/Uber-Cup beginnt am Samstag.





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