International 2024.03.18

YONEX Swiss Open: Alles bereit für das Basler Badminton-Traditionsturnier

YONEX Swiss Open: Alles bereit für das Basler Badminton-Traditionsturnier
Koki Watanabe [Foto/Archiv: YONEX Swiss Open]
Von Andreas W. Schmid
Bei den YONEX Swiss Open fliegen eine Woche lang die Shuttles durch die Basler St. Jakobshalle. Es gab rund 600 Anmeldungen und damit doppelt so viele, wie in den verschiedenen Tableaus Aufnahme finden. Doch nicht nur die Quantität ist beeindruckend, auch die Qualität überzeugt.
Zwei Drittel der Top 30 in der Weltrangliste spielen in Basel um den Turniersieg mit. Im Männer-Einzel muss deshalb die Nummer 43 der Welt bereits in die Qualifikation und dies bei einem Tableau von 32 Spielern!

Koki Watanabe, der Titelverteidiger vom vergangenen Jahr, ist auch dieses Mal dabei. Er trifft in der Auftaktrunde auf Alex Lanier. Dem 19-jährigen Franzosen gehört die Zukunft: Er gewann 2023 an der Jugend-WM Bronze. Watanabes Landsmann Kenta Nishimoto, der Nummer zwei des YONEX Swiss Open, wurde der Schweizer Tobias Künzi zugelost. Dieser hätte sich natürlich gerne einen anderen Gegner gewünscht, aber das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert. Also will sich der Aargauer in die Aufgabe schicken: «Es ist nicht unmöglich», sagt er, «wenn ich einen Supertag erwische und Nishimoto nicht seinen besten Tag hat, dann liegt vielleicht etwas drin.» Künzi ist zum zweiten Mal in Basel mit dabei: Im vergangenen Jahr unterlag er dem deutlich besser klassierten Chi Yu Jen aus Taiwan in zwei Sätzen, wobei er im zweiten Durchgang einen Satzball vergab.

Carolina Marin als Publikumsmagnet

Bei den Frauen ist Carolina Marin topgesetzt. Die Olympiasiegerin von 2016, dreifache Weltmeisterin und sechsfache Siegerin an Badminton-Europameisterschaften, reist als frischgebackene Gewinnerin der YONEX All England Open an; das YONEX Swiss Open hat sie ebenfalls schon gewonnen und zwar 2021 – das damalige «Corona»-Turnier, das trotz widriger Umstände stattfand. Ebenfalls zu den Publikumsattraktionen zählt die Inderin Pusarla V. Sindhu, Siegerin an der Badminton-WM 2019 in der «Joggeli- halle». Bei Jenjira «Jenny» Stadelmann, der besten Schweizer Spielerin, verhält es sich so, dass sie zuletzt an einer Handgelenk-Verletzung laborierte, weshalb ihr Start gegen die Taiwanesin Pai Yu Po noch nicht gesichert ist. Stadelmann, die EM-Bronzemedaillengewinnerin 2023, darf weiterhin auf ein Ticket an den Olympischen Spielen in Paris hoffen – Stand heute sieht es gut aus. Entscheidend ist das bereinigte Ranking der Olympiaqualifikation. Hier ist Jenny Stadelmann zum Zeitpunkt des Versandes dieser Medienmitteilung an 28. Position klassiert, was für die Qualifikation gut reichen würde – qualifizieren sich doch 36 Spielerinnen für das olympische Turnier. Für Tobias Künzi hingegen wird es schwierig. Er müsste sich als aktuelle Nummer 93 der Welt noch rund 30 Plätze nach vorne kämpfen, bei drei verbleibenden Events, wobei es sich beim mittleren um die Badminton-EM handelt. Dank einer Wildcard wirkt im Haupttableau auch das Schweizer Mixed Minh Quang Pham/Aline Müller mit.

Vorverkauf 25 Prozent höher

Turnierdirektor Christian Wackernagel stellt ein grosses Interesse am Turnier fest: «Wir haben im Vorverkauf bis jetzt schon 25 Prozent mehr Tickets abgesetzt als zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr.» Vor allem für den Freitag sowie das Wochenende ist das Interesse gross. Es empfiehlt sich also den Vorverkauf zu nutzen. Die Preise sind für ein Weltklasseturnier moderat und familienfreundlich. Der Dienstag sowie Mittwoch unterstehen wie gewohnt dem Tagespatronat von Radio Basilisk respektive Swiss Badminton – dann ist der Eintritt frei.


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